Kategorie: Ernährung

S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ (AWMF 027-072) und Beikosteinführung

Breast is best – bis zum vollendeten 6. Lebensmonat und begleitend zur Beikosternährung darüber hinaus 💛

In der aktuellen S-3 Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ wird nun genau definiert empfohlen, dass reifgeborene Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend gestillt werden sollen.

In den aktuellen Handlungsempfehlungen und der S-3 Leitlinie Allergieprävention wird derzeit noch die Empfehlung für den möglichen (! möglich heißt nicht muss !) Beikoststart ab dem 5.Lebensmonat (also frühestens nach vier vollendeten Monaten) und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats gegeben.

Was bedeutet das für die Beikosteinführung? Kein Stress! Lasst euch nicht unter (Zeit)Druck setzen, beobachtet die individuelle Reife eures Babys, geht responsive miteinander auf kulinarische Entdeckungsreise und erlebt gemeinsam schöne Essmomente.

That‘s it! 💛

Mehr Infos:

Die neue Leitlinie S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ (AWMF 027-072)  beschäftigt sich u. a. mit der Fragestellung:

  • Wie lange sollte ausschließlich bzw. teilweise gestillt werden?
  • Welche gesundheitlichen Effekte hat Stillen für Kind und Mutter?

Die Leitlinie hat verschiedene Outcomes in Bezug auf ausschließliches oder überwiegendes Stillen/ Muttermilchernährung für 6 Monate im Vergleich zu kürzerer Dauer (<6 Monate) ausschließliches oder überwiegendes Stillen/Muttermilchernährung bzw. Nicht-Stillen analysiert:

1.1 Kindliche gesundheitliche Effekte
1.1.1 Infektionen > Otitis media > Gastrointestinale Infektionen
1.1.2 Kindliche Sterblichkeit in Entwicklunsgländern
1.1.3 Effekte auf atopische Erkrankungen > Asthma> Atopische Dermatitis
1.1.4 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
1.1.5 Mund- und Zahngesundheit > Mundatmung > Frühkindliche Karies > Zahnfehlstellungen
1.1.6 Metabolische Effekte > Adipositas > Diabetes mellitus Typ 1 > Kardiovaskuläre Erkrankungen
1.1.7 Kardiorespiratorische Fitness
1.1.8 Knochendichte
1.1.10 Verhaltens- und Entwicklungsstörungen > Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung > Autismus-Spektrum-Störung
1.1.11 Händigkeit
1.1.12 Krebserkrankungen > Leukämie > HTLV-1

1.2 Mütterliche gesundheitliche Effekte
1.2.1 Postpartale Gewichtsretention
1.2.2 Metabolische Effekte > Metabolisches Syndrom > Diabetes mellitus Typ 2 > Bluthochdruck
1.2.3 Osteoporose
1.2.4 Depression
1.2.5 Krebserkrankungen > Brustkrebs > Ovarialkarzinom > Endometriumkarzinom

Das Ergebnis der Leitlinie sind zwei evidenzbasierte Empfehlungen zur Stilldauer:

Evidenzbasierte Empfehlung 1 mit Empfehlungsgrad B

Reifgeborene Kinder sollten bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend gestillt werden.*

*“Unter ausschließlichem Stillen wird die Ernährung ohne die zusätzliche Gabe von Flüssigkeiten, Flaschennahrung oder Beikost verstanden. Die Einführung der Beikost ist dabei gleichbedeutend mit der Beendigung des ausschließlichen Stillens. Beim überwiegenden Stillen werden zusätzlich Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee gegeben. Ausschließliches Stillen und überwiegendes Stillen wird auch als Vollstillen bezeichnet. Teilstillen hingegen beinhaltet die Gabe zusätzlicher nahrhafter Flüssigkeiten, wie Muttermilchersatzprodukte und Beikost (WHO 2008).“

Evidenzbasierte Empfehlung 2 Empfehlungsgrad A

Die Gesamtstilldauer für reifgeborene Kinder soll mindestens 12 Monate betragen.

 

*Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V., Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V.: S-3 Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung, Version 1.0, Datum, Registernummer 027-072, 2025, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitli-nien/detail/027-072 (Zugriff am 20.02.2026)

 

Das bedeutet: Exklusives Stillen für 6 Monate wird empfohlen. Danach startet die Einführung von Beikost unter dem Weiterstillen parallel zur Beikost.

Stilldauer insgesamt: mindestens 12 Monate und weiter so lange Mutter und Kind es wünschen (keine obere Grenze).

Die Daten zum exklusiven Stillen sind:

  • überwiegend Beobachtungsstudien

  • kaum randomisierte Studien (ethisch schwierig)

  • oft konfundiert (z. B. Bildung, sozioökonomischer Status)

Deshalb ist die Evidenzqualität meist moderat bis niedrig. Aber:  die Empfehlung für 6 Monate ausschließlichem oder überwiegendem Stillen ist nicht nur eine „Studienauswertung“, sondern auch internationale Konsistenz (WHO) und biologische Norm (Muttermilch als Standard). Also: Evidenz + Public-Health-Abwägung.

Was ist nun der Unterschied zur S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061_016) ?

Hier kommt es aktuell zu unterschiedlichen Empfehlungen bezüglich der Beikosteinführung. Die S3-Leitlinie zur Allergieprävention betrachtet Stillen und den Zeitpunkt des Beikoststartes stärker aus der Perspektive der Allergievorbeugung. Eine wichtige Änderung im letzten Update 2022 war dieser Satz: „Präzisiert wurde, dass für den Zeitraum der ersten vier bis sechs Monate nach Geburt nach Möglichkeit ausschließlich gestillt werden soll und auch mit Einführung von Beikost weitergestillt werden soll.“ (Seite 2).

Die S3-Leitlinie zur Allergieprävention gibt als Empfehlung für den Beikoststart also ein mögliches Zeitfenster und keinen eindeutigen Zeitpunkt an. Bis zum nächsten Update bleibt diese Empfehlung auch bestehen und gültig. Die aktuelle Version ist gültig bis 06.12.2026  und derzeit in Überarbeitung.

Wichtiger Fact: In der S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ (AWMF 027-072) wurde nicht auf die Häufigkeit der Auftretens von Allergien in Bezug zur Stilldauer analysiert. Die Auswirkungen eines ausschließlichen oder überwiegenden Stillens auf das Allergierisiko wurde nicht untersucht. Dazu liefert aktuell nur die S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061_016) konkrete und evidenzbasierte Empfehlungen.

 

Vergleich der beiden Leitlinien 

Hier wird es spannend – und auch für Eltern oft verwirrend.

Thema S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ (AWMF 027-072) S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061_016)
Exklusives Stillen 6 Monate 4–6 Monate
Beikoststart ab 7. Monat ab 5. Monat möglich
Weiterstillen ausdrücklich empfohlen ebenfalls empfohlen
Stilldauer gesamt mindestens 12 Monate; so lange wie gewünscht keine klare Dauer
Fokus 30 gesundheitsrelevante Endpunkte bei Mutter und Kind; Asthma (1) und atopische Dermatitis (2), aber keine generelle Allergieprävention. Allergieprävention (evidenz-basierte Primärprävention)

(1) Evidenzbasiertes Statement: „Es gibt Anhaltspunkte, dass ausschließliches Stillen für drei bis sechs bzw. sechs Monate im Vergleich zu einer kürzeren Stilldauer und/oder einer geringeren Stillintensität bzw. Nicht-Stillen mit einem protektiven Effekt auf Asthma bei Kindern und Jugendlichen einhergeht.“ … „Es gibt Anhaltspunkte, dass eine Gesamtstilldauer von mindestens zehn bzw. zwölf Monaten (oder länger) im Vergleich zu einer kürzeren Gesamtstilldauer bzw. Nicht-Stillen mit einem protektiven Effekt auf Asthma bei Kindern einhergeht. „*

(2) Evidenzbasiertes Statement: „1. Es gibt auf Basis einer Metaanalyse und einer Beobachtungsstudie keine Anhaltspunkte, dass ausschließliches Stillen für drei bis sechs bzw. sechs Monate im Vergleich zu einer geringeren Stillintensität bzw. Nicht-Stillen mit einem protektiven oder adversen Effekt auf atopische Dermatitis bei Kindern einhergeht. In einer anderen Beobachtungsstudie hingegen geht ausschließliches Stillen für vier bis sechs Monate im Vergleich zu Nicht-Stillen mit einem adversen Effekt auf atopische Dermatitis einher. 2. Hinsichtlich des Wiederauftretens von Symptomen einer atopischen Dermatitis bei Kindern gibt es Anhaltspunkte, dass ausschließliches Stillen für sechs Monate im Vergleich zu nicht ausschließlichem Stillen für sechs Monate mit einem adversen Effekt auf atopische Dermatitis bei Kindern einhergeht.“*

Fazit: Bezüglich atopischer Erkrankungen ist die Studienlage und das Vertrauen in die Evidenz niedrig bis sehr niedrig.

In einer Pressemitteilung vom 25.02.2026 äußert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen erhebliche Bedenken gegenüber der neuen Leitlinie „Stilldauer“. Sie bemängeln Kritik an Evidenz für ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten  und befürchten, dass eine starre Empfehlung erst ab dem siebten Lebensmonat Beikost zu füttern,  der individuellen Entwicklung der Säuglinge nicht gerecht wird. Zudem äußern sie die Sorge, „dass durch die strikte Regelung unnötiger psychosozialer Druck auf Familien ausgeübt wird und eine erhebliche Verunsicherung in den Familien entsteht.“ Es wird betont auf die Formulierung im Sondervotum des BVKJ verwiesen: „Für den Zeitraum der ersten vier bis sechs Monate soll nach Möglichkeit ausschließlich gestillt werden. Auch mit Einführung von Beikost soll weitergestillt werden.“

Was sagt uns das für das Vorgehen bei der Beikosteinführung bei Kindern, insbesondere denen mit erhöhtem Atopie-Risiko?

Beide Leitlinien widersprechen sich nicht, sondern haben unterschiedliche Perspektiven:

  1. Unterschiedliche Zielsetzung
  • S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ (AWMF 027-072): Betrachtung 30 gesundheitlicher Outcomes – 9 zur Gesundheit der Mutter und 21 zur Gesundheit des Kindes mit der Fragestellung „Was ist optimal für Gesundheit insgesamt und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Gesundheitsoutcomes, wenn  länger oder kürzer gestillt wird?“
  • S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061_016) :
    „Wie beeinflusst die Ernährung (in den ersten 1000 Tagen) die Entstehung von Allergien?“
  1. Stilldauer – der scheinbare oder tatsächliche Konflikt?
  • 6 Monate exklusiv stillen vs. Beikost möglich ab 5. Monat

Beide Leitlinien sagen klar: Stillen bleibt auch nach Beikost wichtig. Beikost ersetzt das Stillen nicht, sondern ergänzt es.

In der Praxis bedeutet das für euch : Eine frühe Gabe der Beikost  vor dem 7. Lebensmonat ist  für die Mehrheit der Säuglinge nicht mit Vorteilen verbunden. Die überwiegende Mehrheit der Endpunkte in der S-3 Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung weisen auf potentiell protektive Effekte einer längeren vs. kürzeren Stilldauer hin, worauf die dort abgeleiteten Empfehlungen basieren. Aber: Relevant für mache dieser Effekte (mütterlicherseits) ist auch die kumulative Stilldauer und es bedeutet zudem nicht nicht, dass kürzeres Stillen automatisch mit einem reellen Nachteil einhergeht. Es gibt nach wie vor ein Zeitfenster (5.–7. Monat) in dem Beikost individuell begonnen werden kann.

Denn- und das ist ein ganz wichtiger Satz, den ich euch an dieser Stelle aus meinem Buch „Das große Buch von Babybrei & Beikost“ zitiere:

“Bei der Beikosteinführung ist immer die individuelle Reife zu beachten, die durch verschiedene Komponenten erlangt wird. Dabei spielen immunologische Prozesse, die Organreife, die motorische Entwicklung und die sensorische Akzeptanz eine Rolle.”

Und hier kommen noch zwei wertvolle Zitate aus der S-3 Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung*, die ich für wichtig halte, da sie eben diesen individuellen Handlungsspielraum, ohne Druck,  benennen:

 

S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung* und Beikosteinführung

Textauszug:

“Die konsentierte Empfehlung stellt eine „sollte“-Empfehlung dar und lässt somit Handlungsspielraum für Abweichungen in der Beratung zu, wenn die individuelle Situation der Mütter und Säuglinge dies erfordert. Generell ist wichtig zu betonen, dass eine individuelle und sensible Beratung essenziell ist, um die Entstehung von Druck und Schuldgefühlen bei Müttern zu vermeiden. Von Seiten des medizinischen Fachpersonals darf keine Stigmatisierung gegenüber Frauen erfolgen, die kürzer oder länger stillen. Sie dürfen nicht unter Druck gesetzt werden, weder zum Stillen noch zum Abstillen, noch dazu, vorzeitig Beikost zu geben.”*

Textauszug:

“Hinsichtlich des Zeitpunkts der Einführung der Beikost ist zu erwähnen, dass die Entwicklung der für die Beikostfütterung erwünschten neuromotorischen Fähigkeiten inter-individuell unterschiedlich ist. Auch wenn Säuglinge teilweise bereits vor Vollendigung des 6. Monats die neuromotorischen Fähigkeiten für den Verzehr von Beikost besitzen (Castenmiller et al. 2019), besteht aus ernährungsphysiologischer Sicht laut EFSA für die meisten Säuglinge keine Notwendigkeit für eine frühe Einführung der Beikost vor dem Alter von 6 Monaten (Castenmiller et al. 2019).”*

*Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V., Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V.: S-3 Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung, Version 1.0, Datum, Registernummer 027-072, 2025, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitli-nien/detail/027-072 (Zugriff am 20.02.2026)

Wichtigster Punkt: Stillen und Beikost sind kein Entweder-oder sondern: Stillen bleibt – Beikost kommt dazu. 

 

Wie das Ganze Schritt für Schritt evidenzbasiert und bedürfnisorientiert im Familienalltag gelingt- das lest ihr in meinen Büchern.

 

 

FAQ: Häufige Fragen – fachlich beantwortet

Ich habe schon mit der Beikost begonnen, meine Baby ist aber noch keine 6 Monate alt. Muss ich jetzt wieder aufhören?

Nein. Du muss weder aufhören Beikost anzubieten, noch die anderen Mahlzeiten hinauszögern. Auch wenn dein Baby schon mit der Beikost begonnen hat, ist es wichtig weiterzustillen– laut der neuen S-3 Leitlinie Stilldauer 12 Monate, also während der ganzen Beikostzeit begleitend bis zum 1. Geburtstag und nach Belieben darüber hinaus. Am Anfang wird in den allermeisten Fällen eh noch so viel weitergestillt, also Muttermilch gegeben, wie es vor dem Beikoststart war und die Beikostmahlzeiten kommen als neue Säule der Ernährung dazu. Erst nach und nach wirst du feststellen, dass die Stillmahlzeiten weniger werden und dein Baby mehr Beikost isst. Das dauert in der Regel sogar über das Alter von 6 Monaten hinaus. Solange ihr responsive bleibt und du auf die Signale deines Babys achtest und es bedürfnisorientiert sein Tempo vorgeben lässt, seid ihr auf einem guten und sicheren Weg.

Verpasse ich das „Allergiefenster“, wenn ich 6 Monate voll stille?

Nein. Das Zeitfenster ist flexibel, wichtig ist auch die Nahrungsmittel-Vielfalt nach Beikosteinführung. 

Muss ich ab Beikost weniger stillen?

Nein. Auch in der ersten Beikostzeit gilt: Stillen bleibt die Hauptnahrung für dein Baby.

 Was, wenn Stillen nicht oder nicht so lange klappt?

Stillen ist kein Alles-oder-nichts. DieS-3 Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung sagt nicht: „Du musst 6 Monate stillen“ sondern:

„Je länger gestillt wird, desto mehr gesundheitliche Vorteile sehen wir – besonders insgesamt.“

Das bedeutet:

  • jede Stilldauer ist wertvoll
  • auch Teilstillen bringt Vorteile

 Was, wenn nicht (mehr) gestillt wird?

Die Leitlinien und Ernährungsempfehlungen) machen hier klare Aussagen: Industrielle Säuglingsanfangsnahrung (Pre- oder 1er-Nahrung) ist eine sichere und geeignete Alternative, wenn nicht oder nicht voll gestillt wird.

Für den Beikoststart gelten die gleichen Empfehlungen wie bei gestillten Kindern.

 Leitlinien-Konsens Beginn zwischen 5. und 7. Monat nach individueller Beikostreife.

 Es gibt keinen Nachteil für Flaschenkinder beim Beikoststart.

Quellen:

https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/027-072

https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/061-016

https://www.bvkj.de/fileadmin/bvkj/pdf/pm-stellungnahmen/2026/S3_Stilldauer_Sondervotum_BVKJ.pdf

https://www.bvkj.de/politik-und-presse/pressemitteilung/kinder-und-jugendaerztinnen-aeussern-erhebliche-bedenken-gegenueber-der-neuen-stillleitlinie/

Letzter Zugriff: 25.02.2026

Die Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide hilft dabei, übersichtlich und verständlich ein Gefühl für Mengen & Vielfalt zu entwickeln – ganz ohne Druck. Als PTA und Expertin für Familiengesundheit weiß ich:
Familien brauchen keine Verbote, sondern Orientierung.

Denn eine bewusste Ernährung heißt Orientierung, nicht Perfektion.
Oft werden die Mengen für Kinder ganz falsch eingeschätzt. Mit der Hand-Portionsgröße haben Familien ein ungefähres Maß, wie viel ihr Kind über den Tag aus den einzelnen Lebensmittelgruppen benötigt. So ist z. B. der Mindestbedarf an Obst und Gemüse (5 Portionen) bei einem Kleinkind mit zwei Apfelschnitzen, einer Handvoll Beeren, einer Karotte, einer mittelgroßen Tomate und drei bis vier Esslöffeln Erbsen abgedeckt. Genauso ist die erlaubte Menge an Süßigkeiten (1 Portion) mit fünf Gummibärchen oder einem Keks oder einem kleinen Stück Kuchen schnell erreicht.

Die richtige Mischung und die richtige Menge machen eine gesunde Ernährung aus. Die Ernährungspyramide hilft dabei, ein Gefühl für Mengen und Vielfalt zu entwickeln – ganz ohne Druck. Und da schon ab Beikostalter, im Rahmen von Breimahlzeiten und/oder Fingerfood-basierter Beikosternährng. Ab dem ersten Geburtstag gilt die  Kinderhand als Maß, sie ist einfach, altersgerecht und verhindert Über- oder Unterportionierung.

Ganz unten: Wasser & ungesüßter Tee – ausreichend trinken! Am besten

6 Portionen/Tag
1 Portion = 1 Glas (ca. 150-250 ml)

Dann: Obst & Gemüse – bunt ist gesund. Zubereitet mit nativen Pflanzenölen können die fettlöslichen Vitamine und Pflanzenstoffe besser verwertet werden.

5 Portionen/Tag
1 Portion = 1 Kinderhand bzw. bei leichten oder zerkleinerten Früchten eine Schale aus beiden Händen. Optimal > 3-mal Gemüse, 2-mal Obst

Danach: Vollkorngetreideprodukte & Kartoffeln – Energie fürs Spielen und wertvolle Mikronährstoffe, dazu Power-Ballaststoffe für den Darm.

3- 4 Portionen/Tag
1 Portion = Kinderfaust
Am besten Vollkorn

Oben: Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse & Samen – in Maßen, als hochwertige Protein und Vitalstofflieferanten.

2-3 Portionen/Tag
z. B. 1 Glas Milch, 1 Becher Joghurt oder die Größe der Kinderhandfläche

 

Spitze: Weißmehlprodukte, Fertiglebensmittel & Süßes – dürfen sein, aber nicht zu viel!

Maximal die Größe der Kinderhandfläche und wenn möglich nicht täglich:  Genuss ja, Dauer-Snacken nein.

 

Tipp: Die Kinderhand wächst mit – die Portionsgröße auch. Das macht die Pyramide so alltagstauglich.

 

Wichtig: Essen soll Genuss und Freude berieten – für die ganze Familie. Perfekt muss es nicht sein. Wichtiger ist die Balance über den Tag und die Woche, nicht jede einzelne Mahlzeit.

Das Video dazu auf Instagram

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Hausmittel bei Erkältungen

Diese Hausmittel kannst du bei Erkältungen einsetzen:

Bei beginnender Erkältung
sind warme, temperaturansteigende Fußbäder (z. B. mit Thymian oder einer Aromamischung) eine Wohltat. Sie wirken durchblutungsfördernd und unterstützen die Wärmeregulation.

Kleine Kinder, die noch nicht sicher selbständig sitzen, können auf dem Schoß der Eltern auch schon sanft an wohltuende Fußbäder gewöhnt werden.

Bei Halsschmerzen
Malven- oder Kamillentee wirken reizlindernd & beruhigend und sind dabei mild im Geschmack – ideal für Kinder. Am besten lauwarm trinken oder altersentsprechend mehrmals täglich damit gurgeln.

Den Malventee zunächst mit kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen und nach 5 bis 10 Min. abseihen. Den Kamillenblütentee immer bedeckt ziehen lassen, damit die flüchtigen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.

Bei produktivem Husten

Thymiantee oder Thymian-Zubereitungen wie Hustensäfte, sie sind schleimlösend & bewährt in der Pädiatrie. Besonders effektiv wirken Thymian-Zäpfchen, die deine  Apotheke für dich  herstellen kann. Tipp: Bevorzuge bei Kindern immer den verträglicheren Thymian CT linalool.

Bei Reizhusten
1 Teelöffel Honig, direkt gelutscht oder im lauwarmen Tee reduziert den Hustenreiz und schmeckt dabei besonders lecker.
Aber Achtung! Kein Honig für Kinder unter 1 Jahr. Hier sind körperwarme Brustauflagen, z.B. Bienenwachsplatten eine sanfte und gut verträgliche Möglichkeit.

Bei Schnupfen
Zwiebelsäckchen oder Zwiebel-Fußsohlenauflagen wirken schleimlösend & auswurffördernd. Die Zwiebel dafür am besten gitterförmig einritzen oder klein schneiden, vor der Anwendung sanft erwärmen. Um den Geruch etwas abzumildern können sie mit einem Tropfen ätherischem Lavendelöl (von Lavandula angustifolia) kombiniert werden.

 

Ganz wichtig:
Ruhe, ausreichend Schlaf & viel trinken – die besten Mittel, um den Körper bei seiner Abwehrarbeit zu unterstützen.

Eine reizarme Umgebung ohne viel Lärm und digitale Geräte hilft beim Ruhen und Regenerieren. Getränke sollten immer in Reichweite verfügbar sein- schon bevor der Durst sich meldet.

💡 Wichtig:
Hausmittel unterstützen – bei hohem Fieber, Atemnot, starken oder anhaltenden Symptomen immer ärztlich abklären lassen.

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Ernährungstipps bei Erkältungen

Diese Ernährungstipps helfen Kindern & Familien während Krankheitsphasen.

Eltern fragen oft: „Was darf mein Kind jetzt essen?“

Mit einfachen Ernährungstipps kannst du Genesung deines Kindes unterstützen – besonders bei Halsschmerzen, Husten & wenig Appetit.

 

Kinder wissen oft am besten, was ihnen guttut. Trotzdem ist es wichtig, dass die Eltern ein angemessenes ausgewogenes Nahrungsangebot bereitstellen und dabei responsive und einfühlsam auf die Signale und Bedürfnisse eingehen. Dabei gilt: die Kinder entscheiden, ob/wann/was sie zu sich nehmen möchten. Solange die Flüssigkeitszufuhr gesichert ist, ist es nicht schlimm, wenn Kinder 2-3 Tage wenig oder keinen Appetit haben. Eltern können ihre Kinder liebevoll ermutigen, aber nicht drängen oder gar zum Essen zwingen.

 

DOS:

Diese Speisen und Getränke unterstützen in Erkältungszeiten:

🍲🥕🥔🧅🍜 Warme Suppen & Brühen (z. B. Gemüse- oder Hühnersuppe) sind flüssigkeitsspendend, mineralstoffreich und dabei wohltuend & leicht verdaulich. Frische Zwiebeln und Gewürze wie Anis-, Fenchel-, Koriandersamen und Thymiankraut wirken leicht schleimlösend bei Schnupfen und Husten. Tipp: Suppen & Brühen lassen sich hervorragend in größerer Menge auf Vorrat zubereiten und einfrieren.

🥣🥞 Vollkorngetreidebreie wie Porridge oder Grießbrei und Eiermehlspeisen, zum Beispiel Pfannkuchen, sind nährstoffreich und sättigend, dabei cremig weich, mild & ebenfalls gut geeignet bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Appetitlosigkeit. 🌱 Hafer und Gerste enthalten besondere Ballaststoffe, Beta-Glucane, die die Darmgesundheit unterstützen.

🍯🥛 Bei Reizhusten helfen mit Honig gesüßte Getränke und Speisen, Honigmilch-Zubereitungen sind dabei besonders energiespendend. Aber wichtig: nicht bei Kindern unter einem Jahr!

🍋🍎🫐🥝 Vitaminreiche Frischekost, besonders Vitamin-C-reiche Früchte und bunte pflanzliche Lebensmittel unterstützen das Immunsystem bei seiner Arbeit. Ein guter Merksatz für die Beratung ist: „eat a rainbow every day“ 🌈 Bei Schluckbeschwerden können die Früchte auch roh püriert oder frisch gepresst werden.

DONTS:

🧊 Bei Reizhusten sollten sehr kalte Getränke und Speisen besser vermieden werden – sie können die Beschwerden noch verstärken.

🌶️🍋‍🟩 Scharfe oder sehr saure Speisen und Getränke wirken reizend auf die Schleimhäute und sind bei Halsschmerzen und Entzündungen nicht zu empfehlen.

 

Zusammenfassend sind die besten Lebensmittel und Gerichte bei akuten Erkältungen warm, mild und flüssigkeitsspendend. Wichtig ist, dass Kinder immer ausreichend trinken, bei mangelndem Appetit müssen sie nicht zum Essen gezwungen werden, sondern können mit attraktiv zubereiteten und angerichteten Speisen liebevoll ermutigt werden.

Praxistipp:  Bei bettlägerigen Kindern besser auf krümeliges Essen verzichten und kleckerfreie Zubereitungen bevorzugen.

.

💡 Wichtig:
Eine ausgewogene Ernährung kann in Krankheitsphasen unterstützen – bei bei länger dauernder Appetitlosigkeit, drohendem Flüssigkeitsmangel und starken oder anhaltenden Beschwerden immer ärztlich abklären lassen.

 

Als Video: Ernährungstipps_bei_Erkältungen

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5 Tipps für ein abwehrstarkes Immunsystem im Winter

 

Ausreichend trinken. Gut befeuchtete Schleimhäute sind die erste Instanz des Abwehrsystems. Geeignete Flüssigkeitslieferanten sind Wasser oder lauwarmer Tee, am besten in mehreren Portionen über den Tag verteilt. Besonders pflegend wirken schleimstoffhaltige Heilpflanzenzubereitungen wie zum Beispiel Malvenblüten- oder Eibischwurzelte

Eine abwechslungsreiche pflanzenbetonte Ernährung versorgt den Körper mit vielen wichtigen Vitalstoffen. Besonders wertvoll sind die bioaktiven Pflanzenstoffe aus buntem Obst und Gemüse. Davon dürfen es gerne mindestens fünf Portionen pro Tag sein.

Frische Luft liefert nicht nur eine Extraportion Sauerstoff, sondern reduziert auch die Keimzahl in der Umgebung und damit das Ansteckungsrisiko. Ein Spaziergang in der freien Natur und regelmäßiges Stoßlüften unterstützen so täglich das Immunsystem bei seiner Arbeit

Wohltuende Bewegung fördert die Durchblutung und hält damit den Stoffwechsel und das Abwehrsystem auf Trab. Egal ob sanftes Yoga oder wildes Toben- Hauptsache es macht Spaß und hält fit.

Guter Schlaf ist wichtig für die Regeneration und stärkt das Immunsystem. Ein kühles und abgedunkeltes Schlafzimmer sorgt für ungestörte Träume.

 

 

Der ganze Beitrag als Video: 5 Tipps für ein starkes Immunsystem

Und auf Instagram     

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Das große Buch von Babybrei & Beikost Mit Ernährungspyramide und Beikostplan

Es gibt tolle Neuigkeiten!

„Das große Buch von Babybrei & Beikost“ ist aktualisiert und ergänzt für Euch ab sofort im Handel erhältlich. Neben mehr Informationen zum responsiven Füttern und der pflanzenbetonten Ernährung findet ihr neu auch Grundrezepte für den vegetarischen Babybrei mit Hülsenfrüchten und ein paar neue Rezeptideen.

Außerdem findet ihr nun auf den Innenklappen auf einen Blick die Ernährungspyramide und einen Beikostplan zur Orientierung.

Beide könnt Ihr auch hier direkt herunterladen. Viel Freude damit!

 

Downloads_Stadelmann_Ernaehrungspyramide

Downloads_Stadelmann_Ernaehrungsplan

 

Sicher in die Beikost starten! Mit Unterstützung der Expertin Natalie Stadelmann ist der Weg für Eltern und Baby ein Kinderspiel. Statt starrer Pläne lernen Eltern und Kinder ein aufmerksames, achtsames, bedürfnisorientiertes Fütterungs- und Ernährungsverhalten kennen. Dieses umfassende Buch beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf der jahrelangen Erfahrung der Autorin – mit ihren eigenen Kindern und durch den Austausch mit anderen Expert:innen in Seminaren und Workshops. Es liefert verlässliche Antworten auf alle Fragen junger Eltern. Mit Beikostplan und ernährungsphysiologisch ausgewogenen Breirezepten durch Babys erstes Jahr.
  • Das Standardwerk zur Babyernährung: das gesammelte Wissen der erfahrenen Expertin
  • Völlig überarbeiteter Bestseller mit aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft
  • Mit Beikostplan, Meilenstein-Seiten und vielen neuen Rezepten

Hier könnt Ihr „Das große Buch von Babybrei & Beikost“ bestellen

 

Details:

Kneipp Verlag Wien

Format: 16.8 x 24.0 cm

Seiten: 192
ISBN: 978-3-222-14031-0
Erscheinungstermin: 2024-11-04

EUR 22,-€

Das Wichtigste für den Start in die Beikostzeit

In einem MommyMorning auf Instagram mit Maren Haake vom Elternservice der Firma Töpfer haben wir über die wichtigsten Themen rund um die Beikost gesprochen und eure Fragen beantwortet.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Beikost? Wie erkenne ich die Signale meines Babys?
  • Was darf und soll mein Kind essen? Was ist gesund, nachhaltig, welches Essen schmeckt gut?
  • Wie bereite ich das Essen altersgerecht zu?

Das ganz Interview könnt ihr hier auf YouTube anschauen.

 

Vielen Dank an Maren Haake und die Firma Töpfer für die Bereitstellung der Aufzeichnung !

Meine Angebote

Hier seht Ihr einen Überblick über meine buchbaren Angebote.

Einige davon findet Ihr regelmäßig auch in meinem Veranstaltungskalender

Für Gruppen ab 8 Personen komme ich gerne zu Euch nach Hause oder in Büro/Amt/Praxis etc. oder lade Euch in unseren gemütlichen Seminarraum ein.

Ebenso können wir uns online im privaten Meeting-Raum über Edudip, Teams oder Zoom treffen.

Für Anfragen nutzt einfach das Kontaktformular. Ich freue mich auf Euch!

Die ersten 1000 Tage – gesunde Ernährung für Mutter und Kind

Dieses Fachseminar wendet sich insbesondere an Hebammen, Stillberaterinnen, Doulas.
Die ersten 1000 Tage – von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres – sind eine Periode, in der beim Kind in Bezug auf Entwicklung und Prägung enorm viel passiert, in dieser Zeit werden Weichen für das gesamte spätere Leben gestellt. Die Ernährung wirkt sich in dieser besonders sensiblen Phase möglicherweise lebenslang auf die Gesundheit eines Menschen aus.

Inhalte:
– Welche Bedeutung haben die ersten 1000 Tage?
– Ernährung in der Schwangerschaft
– Ernährung in Wochenbett und Stillzeit
– Beikost-Ernährung (Grundlagen, Psychomotorik, Responsive Feeding, Beikost-Formen, geeignete Lebensmittel, praktische Umsetzung)
– Kleinkindernährung

Für dieses Seminar erhaltet Ihr Fortbildungspunkte entsprechend der UE à 45 Minuten.


Schwangerschaft und Ernährung

Zu kaum einem anderen Zeitpunkt ist eine gesunde Ernährung so entscheidend wie in der Schwangerschaft.
In diesem Workshop erfahrt Ihr:
• worauf es in dieser besonderen Zeit ankommt
• wie Ihr alle wichtigen Nährstoffe auch für Euer Baby erhalten könnt
• wertvolle Tipps zu Beschwerden wie Übelkeit, Heißhunger oder Völlegefühl

Ruhe, Nähe, Wärme und gutes Essen- Ernährung im Wochenbett für Mutter und Kind


Das Wochenbett, manchmal auch als das vierte Trimester bezeichnet, ist eine Zeit der Bindung, des Kennenlernens und der Erholung für die ganze Familie. Nicht nur die Anstrengungen der Geburt müssen ausgeglichen, sondern auch Kraft für das Abenteuer Familie getankt werden. Die Milchbildung kommt in Gang und die beginnende Muttermilchproduktion fordert ein weiteres Mehr an Energie und Vitalstoffen. Auch die Ernährung des Babys spielt von Geburt an eine herausragende Rolle im Alltag der jungen Familie und schenkt im Sinne des responsive feeding sowohl mit Muttermilch als auch mit Säuglingsanfangsnahrung bedürfnisorientiert wertvolle Nährstoffe und Körpernähe.

Erfahrt in diesem Vortrag, wie Familien die erste besondere Zeit des Wochenbetts gut und genussreich versorgt genießen können.

Workshop Baby-Beikost

Brei, Fingerfood, Baby-led-Weanig, vegetarisch, vegan…Viele Möglichkeiten, die es für Dein Baby auf seiner ersten kulinarischen Entdeckungsreise gibt.

Damit`s vom ersten Häppchen an schmeckt, zeige ich worauf Du beim Thema Baby-Beikost achten musst. In dem Workshop geht es insbesondere um
• allgemeine Empfehlungen zur Einführung von Baby-Beikost
• geeignete Nahrungsmittel für das erste Lebensjahr
• Informationen zur Allergieprophylaxe
• Tipps zur Zubereitung von Baby-Breien und Fingerfood

Ich beantwortete auch Deine persönlichen Fragen. Die Bedürfnisse und die Individualität des Kindes werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Ernährungsgewohnheiten der Familie.

Gesund und lecker- Kinderernährung leicht gemacht

Eine ausgewogene und bewusste Ernährung von Klein auf liefert alle wichtigen Nährstoffe
für ein gesundes Wachstum, daneben spielen Genuss und Freude am Essen eine wichtige
Rolle. Ihr erfahrt in diesem Workshop über

  • die verschiedenen Phasen des Ernährungs- und Essverhaltens und die Entwicklung vom Baby- bis ins Schulkindalter.
  • Was ist gesund, welches Essen schmeckt gut, wie bereite ich das Essen altersgerecht zu?
  • Essen mit Genuss und allen Sinnen-wie funktioniert Geschmacksprägung und wie kann ich diese positiv beeinflussen?
  • Was hilft, wenn Kinder beim Essen streiken?

Pflanzenbetonte Vollwerternährung

Eine pflanzenbetonte Ernährung gilt aufgrund ökologischer Aspekte und des
gesundheitsfördernden Potenzials für die Mehrheit der Bevölkerung als erstrebenswert.
Immer mehr Menschen reduzieren ihren Konsum an tierischen Produkten oder verzichten
sogar ganz darauf. Wir beschäftigen uns in diesem Workshop intensiv mit der Frage,

  • wie bei den verschiedenen vegetarischen Kostformen eine sichere und ausreichende Versorgung
    gewährleistet werden kann und
  • wie Ihr die entsprechenden Lebensmittel klug auswählen und kombinieren könnt.

Ernährung, Darm und Immunsystem


Eine ausgewogene Ernährung hat über verschiedene komplexe Mechanismen Einfluss auf
unsere Abwehrkräfte. Sowohl die Bereitstellung der Nährstoffe als auch bioaktive
Pflanzenstoffe und insbesondere unsere Darmgesundheit und deren mikrobielle Besiedelung
entscheiden über ein gut funktionierendes Immunsystem. In diesem Vortrag erfahrt Ihr, wie Ihr über eine abwechslungsreiche und vitale Kost Eure Darmgesundheit unterstützen könnt, widerstandsfähiger gegen Infekte seid und gut durchs Jahr kommt.

Inhalte:

  • Grundlagen und Hintergründe zur Funktion unseres Immunsystems, Darmaufbau und Darmmikrobiota.
  • Besondere Nährstoffe und Nahrungsmittelinhaltsstoffe für unsere Abwehrkräfte.
  • Ernährungsstil, Auswahl und Zusammenstellung der Nahrungsmittel.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf den Grund gegangen

Immer mehr Menschen sind von Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln betroffen.
In unserem Workshop beantworten wir die Fragen:

  • Worin unterscheiden sich die
    verschiedenen Formen der Nahrungsmittelunverträglichkeiten und
  • was sind die Auslöser?
  • Was steckt hinter einer Allergie und wie wird diese sicher diagnostiziert?
  • Wie können wir der Entstehung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorbeugen und
  • auf welche Weisedurch unser Ernährungsverhalten beeinflussen?
  • Welche Rolle spielt der Darm?

Mit Pflanzenkraft durchs ganze Jahr-duftende Begleiter für die ganze Familie

In diesem Workshop zeige ich Euch, wie ihr zu jeder Jahreszeit die Kraft naturreiner Öle für Euer Wohlbefinden nutzen können. Neben starken Helfern für die Erkältungssaison lernt Ihr wohlriechende Pflanzendüfte für die Hautpflege, die Sonnen- und Reisezeit und Eure Hausapotheke kennen. Auch die praktische Anwendung z.B. als Wickel wird erläutert. So kommt Ihr und Eure Familie gesund und vital durchs ganze Jahr.

  • Mit ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen und Hydrolaten gepflegt und gestärkt von Kopf bis Fuß
  • Sanfte Pflege für empfindliche Kinderhaut von Frühjahr bis Winter, Sonnen- und Kälteschutz
  • Aromamischungen und Ihre Anwendung von Kopf bis Fuß: Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme, Ohrenweh, Fieber, Erkältungskrankheiten, Blähungen und Bauchschmerzen, Harnwegsinfekte, Einschlafprobleme und Trennungsschmerz, Wachstumsschmerzen, Verletzungen und Wundsein, Zahnen und Zahnwechsel

Workshop Wickel & Auflagen

In diesem Workshop zeige ich Euch alles, was Ihr zur Anwendung von Wickeln & Auflagen wissen müsst.

Warum ist die individuell gewählte Temperatur so entscheidend? Welche Materialien sind richtig und wie beeinflussen sie die Wickel? Welche Hausmittel kann ich unterstützend verwenden und was bewirken Quark, Zitrone, Zwiebel und Co? In 2 Stunden erfahrt Ihr alles über die wichtigsten Helfer für die ganze Familie. Die praktische Anwendung von Wickeln und Auflagen wird anschaulich erklärt und ihr bekommt hilfreiche Tipps zur richtigen Anwendung und den verschiedenen Zusätzen.

Schwerpunkte sind:

  • Wickel und Auflagen- liebevolle Zuwendung und heilsame Hilfe,
  • praktische Anleitung der gängigsten Wickel und Auflagen(Pulswickel, Halswickel, Bienenwachswickel, Ohrwickel, Bauch/Brustwickel, Wadenwickel, Ölkompresse) und den
  • dazu passenden Hausmitteln.

Neurodermitis- ganzheitlich betrachtet und begleitet

In diesem Vortrag zeige ich Euch verschiedene Möglichkeiten der Prävention und Behandlung auf.  Dabei werden insbesondere folgende Aspekte aufgegriffen:

  • Was bedeutet Neurodermitis- was sind die Ursachen, Entstehung und wie zeigt sich das Krankheitsbild?
  • Welche Bedeutung haben die Hautpflege und der Lebensstil,
  • welche Rolle spielen das vegetative Nervensystem, Schlaf und die Ernährung?

Sonnenschutz und Pflege für empfindliche Kinderhaut

Sonnenschein macht glücklich und die positiven Wirkungen der Sonnenstrahlen sind unbestritten. Doch ist es ein Frage der Dosierung, ob sie uns gut tun oder Schaden anrichten. In diesem Vortrag erfahrt Ihr, wie ein vernünftiger Umgang mit UV-Licht funktioniert, wie Ihr die zarte Kinderhaut sicher schützen und nach sonnigen Tagen gut pflegen können.

Fit ins Frühjahr mit den Kräften der Natur

Wie Heilpflanzen und ätherische Öle

  • Deinen Stoffwechsel unterstützen und
  • welche naturheilkundlichen Anwendungen Dir gut tun,
  • um mit neuer Energie ins Frühjahr zu starten!

Der Nase nach

In diesem Workshop möchte ich Euch und Eure Kinder auf eine Reise in die Welt des Riechens, der Düfte und insbesondere der ätherischen Öle mitnehmen. Dabei lernen die TeilnehmerInnen verschiedene Duftpflanzen und den Weg von der Pflanze bis zum ätherischen Öl kennenlernen. Außerdem möchte ich mit sanften Duftimpulsen und Duftreisen die persönliche Achtsamkeit, Entspannung und die Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung unterstützen.

Yoni-Steaming kompakt

Weltweit schätzen Frauen die Naturheilkraft von Yoni Steaming. Die Dampfsitzbäder sind denkbar einfach in der Anwendung und dabei wohltuend und wirkungsvoll. Der Wasserdampf wärmt und entspannt. Gleichzeitig transportiert er die Wirkstoffe der je nach Beschwerdebild sorgfältig ausgewählten Heilpflanzen und ätherischen Öle, die ihrerseits ihre pflegende und heilende Wirkung entfalten. In diesem Workshop erfahrt Ihr alles Wissenswerte für die Anwendung zu Hause.
Rituale für mehr Bewusstheit und Entspannung.
Anwendungen bei gesundheitlichen Problemen.
– Die wichtigsten Heilpflanzen und ätherischen Öle fürs Yoni Steaming im Porträt.

Verhüten, aber wie?

Viele Paare wünschen sich eine hormonfreie Form der Familienplanung, die trotzdem „Lust macht“, sicher und stressfrei ist.
Ich erkläre Euch in diesem Vortrag aktuell und praxisnah, welche Methoden und Hilfsmittel es als Alternative zu Pille und Co. gibt.
Im Fokus stehen:
• Der weibliche Zyklus und das Geschenk der Fruchtbarkeit
• Natürliche Verhütung – mehr als nur die Kalendermethode
• Barrieremethoden: wenn`s passt, dann klappt`s

Vollwertig und lecker

Werde Teil der Veränderung und probier’s auch mal rein pflanzlich. Zum Veganuary – und selbstverständlich auch darüber hinaus – habe ich für Euch leckere Seelenschmeichler in verschiedenen Varianten:

Apfelküchlein mit Buchweizen

Apfelküchlein sind für mich nicht nur ein leckerer und gleichzeitig gesunder Genuss, sondern auch wohlige Kindheitserinnerung.
Die feinen Küchlein sind als #fingerfood nicht nur für Beikost-Babys perfekt. Apfelringe kurbeln und Teig rühren können auch schon kleine Kinderhände- und gemeinsam macht das Zubereiten und anschließende Schmausen noch mehr Freude.

Besonders lecker werden die Küchlein mit einem Teil Buchweizen im Teig. Dafür nehme ich das hydrothermisch aufgeschlossene TAU- Getreidemehl, das besonders fein schmeckt und so fein vermahlen ist, dass es sogar ganz ohne Zugabe von Ei einen sämigen Teig ergibt. Perfekt für alle, die sich im #veganuary einmal ohne tierische Produkte ernähren möchten. Für Veganer*innen ist Buchweizen besonders empfehlenswert, da es relativ viel der unentbehrlichen Aminosäure Lysin enthält.

Buchweizen-Apfelküchlein mit Milch und Ei

100 g Dinkelmehl 1050

50 g TAU-Buchweizenmehl

1 TL Backpulver 

125 ml Vollmilch 

1 Ei

1 TL Rapsöl (mild)

2-3 Äpfel (am besten Boskop)

Öl zum Ausbacken

Die Teigzutaten zu einem geschmeidigen Teig verrühren und etwa 10 Minuten quellen lassen.

Die Äpfel waschen oder schälen und in Ringe schneiden. Das geht am besten mit einer Apfelkurbel und macht dabei auch noch viel Spaß. 

Die Apfelringe in den Teig tauchen und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten goldbraun backen. Nach Belieben noch warm mit Zimt-Zucker bestreuen.

Vegane Buchweizen-Apfelküchlein 

120 g Dinkelmehl 1050

80 g TAU-Buchweizenmehl

1 TL Backpulver 

200 ml Pflanzendrink oder Mineralwasser 

2 TL Rapsöl (mild)

2-3 Äpfel (am besten Boskop)

Öl zum Ausbacken

Die Teigzutaten zu einem geschmeidigen Teig verrühren und etwa 10 Minuten quellen lassen.

Die Äpfel waschen oder schälen und in Ringe schneiden. Das geht am besten mit einer Apfelkurbel und macht dabei auch noch viel Spaß. 

Die Apfelringe in den Teig tauchen und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten goldbraun backen. Nach Belieben noch warm mit Zimt-Zucker bestreuen.

Buchweizen-Waffeln

Auch hier könnt Ihr die klassische Variante mit Milch und Ei zubereiten, oder ihr probiert es einmal rein pflanzlich 🙂

Ein Genuss für Große und Kleine, leckeres Fingerfood für Essanfänger

Buchweizen-Waffeln mit Milch und Ei 

60 – 80 g Dinkelmehl 1050

30- 40 g TAU Buchweizen- Mehl

20 g Zucker (optional)

1 Ei

1 Messerspitze Weinstein- Backpulver 

35 ml Rapsöl (mild)

100 ml Vollmilch

50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure 

Alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren, etwa 10 Minuten quellen lassen und dann im Waffeleisen auspacken. Je nach Mehlmenge werden die Waffeln fluffig-weich oder eher knusprig und eignen sich dann auch sehr gut auf Vorrat zubereitet. 

Vegane Buchweizen-Waffeln

150 g Dinkelmehl 1050

100 g TAU Buchweizen- Mehl

50 g Zucker (optional)

1 Päckchen Weinstein- Backpulver 

50 ml Rapsöl (mild)

300 ml Mineralwasser mit Kohlensäure 

Alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren, etwa 10 Minuten quellen lassen und dann im Waffeleisen auspacken. Die Waffeln werden eher knusprig und eignen sich auch sehr gut auf Vorrat zubereitet. 

Das feine hydrothermisch aufgeschlossene TAU-Buchweizenmehl von ErdmannHAUSER bekommt ihr im gut sortierten Naturkosthandel, oder ihr schaut im Onlineshop der Bahnhof-Apotheke Kempten

Lasst es Euch gut schmecken ä💛🌱

(Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

Sanddorn – ein Star in der Hautpflege

Im Spätsommer leuchten die intensiv orangefarbenen Beeren an den Sanddornbüschen. Für mich ist das jedes Jahr ein kleiner Wink der Natur, meine sonnenverwöhnte Haut intensiv zu pflegen und auch schon an den nahenden Herbst und die Erkältungszeit zu denken.

Der Sanddorn ist nämlich ein richtiges Multitalent. Seine Beeren enthalten einen wahren Multivitamin-Cocktail und neben viel Vitamin C, welches wir im Winter zur Unterstützung unserer Abwehrkräfte nutzen können, als einzige Obstfrucht in ihrem Fruchtfleisch fettes Öl und damit eine ganze Menge an hautverwöhnenden fettlöslichen Pflanzenstoffen.

Sanddorn-Fruchtfleischöl hat mittlerweile den Status eines Hautpflege-Stars und wird von vielen Naturkosmetikfirmen in geringen Mengen ihren Produkten eingesetzt. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: ein nahezu unvergleichlich hoher Vitamin-E-Gehalt, gepaart mit Carotinoiden sorgen als Antioxidantien für Schutz gegen Freie Radikale und sind somit ideal als „After-sun“-Pflege für sonnenverwöhnte Haut. Palmitoleinsäure, die unseren hauteigenen Fetten sehr ähnlich ist, wirkt äußerst hautpflegend, regenerierend und macht selbst trockene Haut wieder geschmeidig und weich. Außerdem reichert sich der orangene Naturfarbstoff des Sanddorn-Fruchtfleischöls bei regelmäßiger Anwendung dezent in der obersten Hautschicht an und verleiht uns so auf natürliche Weise einen charmanten Urlaubs-Teint. Das fruchtig riechende Öl hat sich in der Hautpflege vielfach bewährt und wird unter anderem eingesetzt bei irritierter und gereizter Haut, nach zu reichlich Sonnengenuss, bei alternder, empfindlicher Haut und zur Mundschleimhautpflege.

Mein absoluter Favorit ist dabei die Sonnenpflege intensiv–Schüttelemulsion der Bahnhof-Apotheke Kempten. Sie darf zu keiner Jahreszeit in meinem Kosmetikschrank fehlen. Im Sommer verwöhne ich meine Haut nach langen Tagen im Freien mit ein paar Sprühstößen der krautig-weich nach Lavendel duftenden Formulierung und schenke ihr so reichlich Feuchtigkeit und wohltuende Regeneration. Auch zur sanften Pflege nach kleineren Wehwehchen hat sich die Emulsion mit Melissen- und Rosenhydrolat in meiner Familie bestens bewährt. Im Winter genieße ich die dezente Tönung, die der Anteil an Sanddornöl auf meiner Haut hinterlässt und mir so jeden Tag ein frisches Aussehen schenkt.

Mit ein bis zwei Tropfen reinem Sanddornfruchtfleischöl oder einem Sprühstoß Sonnenpflege-intensiv-Schüttelemulsion könnt Ihr jedem Hautpflegeprodukt noch etwas mehr Regenerations-Power geben.

Wichtig zu beachten: Der intensive Orangeton von Sanddorn-haltigen Produkten kann leicht zu Verfärbungen von Textilien führen. Deshalb sparsam auftragen, gut einziehen lassen und evtl. das weiße Spitzen-Nachthemd vorerst im Schrank lassen 😉

Sanddorn wirkt auch von innen! Durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt ist es ein Klassiker zur Stärkung der Abwehrkräfte, z.B.mit einem täglichen Gläschen Sanddorn-Elixier. Sanddorn Ursaft ist ein Genuss in jeden Smoothie und vor allem in der kalten, lichtarmen Jahreszeit eine Wohltat.