Kategorie: Aktuelles

Sommer, Sonne – Sonnenschutz!

Sommer- draußen spielen- Sonne auf der Haut. Die schönsten Kindheitserinnerungen werden dabei wach. Denn Sonne macht glücklich und die positiven Wirkungen der Sonne sind unbestritten. Helles Sonnenlicht regt die Produktion des Glückshormones Serotonin an, es sorgt für die körpereigene Bildung des wichtigen Vitamin D und so manche irritierte Haut reagiert auf milde UV-Bestrahlung mit einer spürbaren und sichtbaren Besserung. Doch wie schon Paracelsus sagt: „Die Dosis macht`s“ und so ist es auch bei der Sonne eine Frage der Dosierung, ob sie uns gut tut oder Schaden anrichtet. Denn zu viel UV-Licht kann zu Stress, Entzündungen, vorzeitiger Alterung, Gewebeschädigung bis im schlimmsten Fall zu Krebsbildung führen.

Das Sonnenlicht besteht aus verschiedenen sichtbaren und nicht-sichtbaren Strahlenarten, wovon nur ein Teil bis zu uns vordringt, der Rest wird schon vorher von der Ozonschicht, Wolken und auch Luftverschmutzung (z.B. Staub, Rußpartikel in der Luft) absorbiert. Je nach Jahreszeit, Tageszeit und geographischer Lage (Breitengrad, Höhe) fallen die Strahlen unterschiedlich intensiv ein. Die für uns bedeutsamen Strahlen sind die wärmenden Infrarot A+B-Strahlen und UV-A/B-Strahlen. Besonders letztere dringen bis in unterschiedliche Teile unserer Haut vor und können dort sowohl körpereigene Stoffwechsel- und Schutzmechanismen anregen, als auch Schädigungen an den Hautzellen bewirken.

 

 

Unsere Haut kann sich in begrenztem Maße auch wieder von UV-Licht bedingten Schädigungen erholen, jedoch nur, wenn wir Ihr dazu auch die nötige Ruhe gönnen und sie konsequent mindestens 12-24 Stunden vor weiterem UV-Einfluss schützen. Pflegen wir einen vernünftigen Umgang mit der Sonne, lassen sie nach und nach Bräunen, meiden allzu lange und intensive Strahlendosen (Mittagssonne, Meer und Gebirge) und versorgen sie mit wichtigen Antioxidantien können wir uns relativ unbesorgt den wohltuenden Strahlen der Sonne aussetzen. Möchten wir am Wochenende oder im Urlaub länger und intensiver in der Sonne bleiben, so müssen wir die Haut mit entsprechenden Produkten schützen.

Bei Kindern sind einige der hauteigenen Schutzmechanismen in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig entwickelt und auch der pflegende und schützende Hydrolipidfilm ist noch nicht optimal ausgebildet. Deshalb müssen sie ganz besonders vor sonnenbedingten Hautschäden geschützt und die Haut zu jeder Jahreszeit angemessen gepflegt werden. Vor allem in Bezug auf die Sonne hat die Haut ein langes Gedächtnis, Sonnenbrände im Kindesalter bergen ein erhöhtes Risiko für eine Hautkrebsbildung im Erwachsenenalter.

 

Sonnenschutz-Tipps

Ein wichtiger Leitsatz zum Umgang mit der Sonne lautet: Meiden, Kleiden, Cremen.

 

Babys im ersten Lebensjahr möglichst gar nicht und Kleinkinder möglichst wenig bzw. in Maßen der direkten Sonne aussetzen. Auch unter Bäumen und im Schatten ist die Haut einem geringen Prozentsatz UV-Licht-Einfluss ausgesetzt.

Die Mittagssonne zwischen 11-15 Uhr meiden, da hier die UV-Strahlen am stärksten auf die Haut einstrahlen (zur Vitamin-D-Produktion in den sonnenarmen Monaten kann dies wiederum positiv genutzt werden). Als Maß gilt auch: wenn der eigene Schatten kürzer als die eigene Körperlänge ist, muss die Haut zusätzlich geschützt oder im Schatten geblieben werden.

Leichte, dicht gewebte Kleidung tragen. UV-Schutz Kleidung aus speziell verarbeiteten Synthetikfasern (Polyamid, Lycra) bieten einen hohen UV-Schutz für die bedeckten Körperteile. Sie sind meist auch wasserbeständig und können so z.B. im Schwimmbad und am Strand die Badebekleidung ersetzen. Wichtig beim Kauf ist, auf entsprechende Standard-Gütesiegel zu achten, die eine getesten UV-Schutz (UPF=Ultraviolet Protection Factor) gewährleisten. Der UV-Standard 801 berücksichtigt mittels Worst-Case-Methodik als bisher einziger Standard die besonderen Anforderungen, denen Sonnenschutzmaterialien beim realistischen Gebrauch (Dehnung, Waschen) ausgesetzt sind.

https://uv-schutz.hohenstein.de/de/pruefen-zertifizieren/uv-standard-801/

Der Nachteil dieser Fasern ist die eingeschränkte Atmungsaktivität, die vor allem bei kleinen Kindern zu einer Überhitzung führen kann. Besonders Kinder mit Hautproblemen, z.B. Neurodermitis reagieren häufig mit einer Verschlechterung des Hautzustandes. Daneben spielen wie bei allen Synthetikfasern  die ökologisch bedenklichen Produktionswege eine kritische Rolle. Im Bereich der Naturmaterialien schneidet die viel getragene Baumwolle relativ schlecht ab, am besten vor UV-Strahlen schützen die Fasern dicht gewebter Seide. Seidenkleidung  hat darüber hinaus den Vorteil, dass sie sehr gut hautverträglich und leicht kühlend ist.

Sonnenhut und –brille nicht vergessen! Ein guter Sonnenhut sollte ein breite Krempe bzw. einen schützenden Latz haben. Bei Brillen ist auf ein entsprechendes UV-Siegel zu achten, breite Seitenbügel sorgen für zusätzlichen Schutz.

Im ersten Lebensjahr sollte wenn möglich ganz auf Sonnencremes verzichtet und Säuglinge auf andere Art vor UV-Strahlung geschützt werden.

Für Kinder spezielle geeignete Sonnenschutzmittel verwenden (die die Erwachsenen selbstverständlich auch mit benutzen können). Cremes und Lotionen trocknen die Haut weniger aus als zum Beispiel Gele, Sonnensprays dürfen nicht versehentlich eingeatmet werden (nicht ins Gesicht sprühen!). Sonnenschutzprodukte mit organischen/chemischen Filtern müssen 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.

Auf vernünftigen Filter und LSF achten, vor allem auf die Kombination von UVB- und UVA-Schutz. Der Lichtschutz-Faktor (LSF) orientiert sich nach dem Hauttyp und dem UV-Index. Diese könnt Ihr anhand der unten stehenden Tabellen selbst ermitteln. Bei Kleinkindern muss grundsätzlich von einer maximalen Eigenschutzzeit von 5-10 Minuten ausgegangen werden. Produkte, die gewährleisten dass neben UV-B- auch entsprechender  UV-A-Schutz besteht tragen zusätzlich zum ausgeschriebenen LSF ein Siegel, welchen den eingekreisten Schriftzug „UV-A“ darstellt.

Bei der Wahl des LSF muss außerdem auch die Intensität der UV-Strahlung beachtet werden. Diese ist unter anderem abhängig von Sonnenstand, geografischer Höhe, Luftverschmutzung und Ozongehalt. Ein Maß für die Strahlenintensität ist der UV-Index (www.uv-index.de). Er erlaubt eine tagesaktuelle und geographische Einschätzung der gesundheitlichen Risiken durch UV-Strahlen. Als Faustregel gilt: Für Menschen des Photo-Hauttyps I und II sollte der LSF das Fünffache, für Menschen des Phototyps III das Dreifache des UV-Index betragen. Zu beachten ist, dass auf Schnee, Wasser und am Strand (helle Sandflächen) die UV-Belastung aufgrund der Reflektion höher als der vorhergesagte maximale UV-Index für diesen Tag seinkann!

Als Beispiel: Kinderhaut Typ 1 UV-Index 6 = 5x 6= mind. LSF 30

UV-Index Einstufung Schutzmaßnahmen
0 bis 2 niedrig kein Schutz notwendig, gefahrloser Aufenthalt draußen möglich
3 bis 5
6 bis 7
mittel
hoch
Schutz notwendig: In der Mittagszeit Schatten suchen, T-Shirt anziehen, Sonnencreme ­auftragen, Hut aufsetzen
8 bis 10
11+
sehr hoch
extrem
besonderer Schutz notwendig: In der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten, ­ unbedingt Schatten suchen, T-Shirt, Sonnencreme und Hut dringend erforderlich

Die Eigenschutzzeit (Typ-abhängig) sollte nur bis 60% ausgenutzt werden.

Als Beispiel:  LSF 30 x 0,6= 18; Eigenschutzzeit Typ 2= 15 min x 18= 270 min Aufenthalt in der Sonne. Kinderhaut : LSF 30 x 0,6= 18; Eigenschutzzeit Typ 1= 5 min x 18 = eingecremt an diesem Tag maximal 90 min Aufenthalt in der Sonne

 

Hauttyp Eigenschutzzeit in min
„keltischer Typ“ (Typ I) und Kinderhaut
sehr helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar, häufig Sommersprossen
unter 10
„nordischer Typ“ (Typ II)
helle, empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen, blonde bis braune Haare
10 bis 20
Mischtyp (Typ III)
helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen und dunkelblonde bis braune Haare, selten Sommersprossen
20 bis 30
„mediterraner Typ“ (Typ IV)
hellbraune, olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen und dunkelbraunes Haar
über 30
„dunkle Hauttypen“ (Typ V)
dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar
über 60
„schwarze Hauttypen“ (Typ VI)
dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare
über 90
Klassifikation von Hauttypen nach dem amerikanischen Hautarzt Thomas Fitzpatrick (1975). Die Einteilung der Hauttypen ist nur grob und die Übergänge sind oft fließend, sie lassen nur eine grobe Abschätzung zu. Die Bezeichnungen wurden damals aufgrund des überwiegenden Auftretens in bestimmten Ländern und Regionen der Welt gewählt.

 

Richtig Cremen nach der 11 Zonen- Zwei Finger-Regel. Dafür wird der Körper in 11 Zonen aufgeteilt: Kopf, rechter Arm, linker Arm, rechtes Bein vorne, linkes Bein vorne, rechtes Bein hinten, linkes Bein hinten, Brust, Bauch, oberer Rücken, unterer Rücken. Für jede dieser Zonen sollte mindestens die Menge Sonnenschutzcreme verwendet werden, die in einem Strang auf Zeige- und Mittelfinger Platz findet. Bei Kindern entspricht das etwa 20-30ml für den ganzen Körper.

Wasserfester Schutz hat nach dem Baden nur noch 50% seiner Schutzwirkung! Deshalb muss nach dem Baden und Abtrocknen unbedingt nochmals nachgecremt werden. Auch bei starkem Schwitzen und nach dem Umkleiden ist ein Nachcremen sinnvoll.

Mehrmaliges Auftragen verlängert den Sonnenschutz nicht! Ist die mit dem LSF des Sonnenschutzproduktes berechnete Zeit erreicht, heißt es nur noch- raus aus der Sonne bis zum nächsten Tag.

Angebrochene Sonnenschutzmittelsollten innerhalb der Aufbrauchsfrist (Symbol geöffneter Tiegel auf der Verpackung), am besten nur innerhalb einer Saison verwendet werden. Insbesondere Produkte mit dem organischen Filter Octycrylene solten nicht länger als 6 Monate nach Anbruch benutzt werden, da sich aus diesem toxische Abbauprodukte bilden können.

 

Es gibt verschiedenen Arten von Sonnenschutzfiltern, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

Auf allen Sonnenschutzprodukten soll gewährleistet sein, dass sowohl vor UV-B, als auch vor UV-A-Strahlen in einem angemessenen Verhältnis Schutz besteht. Erkennbar ist das durch die Auslobung des LSF (=UV-B) und dem von der European Cosmetic and Perfumery Association (COLIPA) erarbeiteten „UVA-Siegel“, einem eingekreisten UV-A-Symbol auf der Packung. Dementsprechend entspricht bei derart deklarierten Produkten der UVA-Schutz mindestens 1/3 des auf dem Produkt angegebenen
Lichtschutzfaktors (LSF). Beispiel: Lichtschutzfaktor (LSF) bzw. sun protection factor (SPF) = 30 > UVA-Schutz (UV-A-PF) muss mindestens 10 entsprechen.

 

UVA-Siegel Quelle: COLIPA

 

Chemische/organische Filter absorbieren UV-Strahlung (selektiv) und geben diese als Wärmestrahlung ab. Da die verschiedenen organischen Filter(systeme) jeweils nur in einem bestimmten Teil des UV-Spektrums wirken, werden je nach Absorptionsspektrum UVA-, UVB- oder Breitbandfilter unterschieden und in Sonnenschutzprodukten meist mehrere verschiedene organische Filter oder auch organische und anorganische Filter kombiniert. Chemische Filter stehen teilweise im Verdacht gesundheitliche und ökologische Nebenwirkungen zu haben, insbesondere als endokrine Disruptoren, die unser Hormonsystem empfindlich stören können, aber auch aufgrund möglicher krebserregender Abbauprodukte, organschädigender Wirkung und Toxizität gegenüber Tier- und Pflanzenwelt. Schon 2013 erklärte die Welt-Gesundheits-Organisation WHO hormonell wirksame Chemikalien zur globalen Bedrohung, mit unabwägbaren Folgen für Schwangere, Kinder und Jugendliche, da die Langzeitfolgen gerade bei der Anwendung in diesen Lebensphasen unklar sind. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) schreibt dazu: „Während sensibler Zeitfenster können bereits niedrigste Dosierungen zu bleibenden Störungen führen“. Wer sich beim Einkauf Klarheit über entsprechende Kosmetikprodukte schaffen möchte kann dazu die Smartphone App „ToxFox“  nutzen, welche beim Abscannen des EAN-Codes sofort auswertet ob hormonell bedenkliche Stoffe enthalten sind.

 

Möglicherweise problematische UV-Filter

Diese 13 UV-Filter fielen in Untersuchungen* als möglicherweise problematisch auf (die rot gefärbten sollten in Kinderprodukten gemieden werden):

4-MBC (in der englischen Inhaltsstoffliste INCI gelistet als: 4-Methylbenzylidencamphor),

3-BC (INCI: 3-Benzylidencamphor; inzwischen verboten),

Octisalate (Ethylhexyl Salicylate),

BCSA (Benzylidene Camphor Sulfonic Acid),

Homosalate (so auch in der INCI), im Verdacht hormonell wirksam zu sein, im Tierversuch Hinweise Leber, Nieren und Schilddrüse zu schädigen

Padimate O (Ethylhexyldimethyl PABA),

Meradimate (Menthyl Anthranilate),

Oxybenzone (BP-3 Benzophenone-3), im Verdacht hormonell wirksam zu sein (Tierversuch)  und wahrscheinlic hmit verantwortlich am Korallensterben

Octinoxate (Ethylhexylmethoxycinnamate), im Verdacht hormonell wirksam zu sein (Tierversuch)  und wahrscheinlic hmit verantwortlich am Korallensterben

Amiloxate (Isoamyl methoxycinnamate),

Octocrylene (so auch in der INCI), im Verdacht hormonell wirksam zu sein (Mensch und Tier)  und bildet Benzophenon (wahrscheinlich  krebserregend)

Avobenzone (Butyl Methoxydibenzoylmethane),

DHHB (Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate)

*Chemical UV Filters Mimic the Effect of Progesterone on Ca2+ Signaling in Human Sperm Cells

https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Sonnencreme-Diese-vier-UV-Filter-sollten-Sie-meiden_11405_1.html

 

 

Die Alternative für empfindliche Kinderhaut sind physikalische/mineralische/anorganische Filter (Mikropigmente) wie Titandioxid oder Zinkoxid (INCI: Titanium DioxideZinc Oxide), welche die UV-Strahlen reflektieren, streuen und absorbieren. Sie wirken über ein breites Strahlenspektrum (UV-B, UV-A, Infrarot). Nachteile sind die zähe Konsistenz und die weiße Färbung, die vor allem optisch viele Eltern stört. Viele Kosmetikhersteller setzen die Pigmente als Nanopartikel, allerkleinste Teilchen ein, welche aber ökologisch und gesundheitlich bedenklich sind. Zudem können diese Teilchen unter UV-Einfluss zur Bildung zellschädigender freier Radikale beitragen. Durch Beschichten (Coating) der Partikel wird kosmetisches Titandioxid photostabiler und kann so besser in UV-Schutz-Produkten verwendet werden. Im Naturkosmetik-Bereich gibt es hier einige empfehlenswerte Innovationen, z.B. Korund (besonders beständiges und abriebfestes Aluminiumoxid)-beschichtetes Titandioxid, welches sehr stabil und inert und durch die leicht hautfarbene Tönung auch in der Anwendung akzeptabler ist (enthalten in den Sonnenschutzprodukten der Firma eco cosmetics. Die hochwertigen Zutaten und aufwendigen Herstellverfahren rechtfertigen die etwas höheren Preise.

Ein Problem, welches noch nicht ausreichend geklärt ist, deutet darauf hin, dass Zinkoxid kombiniert mit organischen UV-Filtern wie Avobenzon, Octisalat, Homosalat und Octocrylen toxische Abbauprodukte erzeugt und sich sowohl ein Teil des UV-A-Schutzes als auch der Lichtschutzfaktor verringert, wie in einer Studie vom Oktober 2021 veröffentlicht wurde. Mögliche Wechselwirkungen sind hier beispielsweise auch bei der Verwendung von Sonnenschutzmitteln und ZnO-haltigem Make-up möglich.

 

Aktualisierung Sommer 2024:

Bei der Untersuchung von Urinproben, die von Kindergartenkindern aus den Jahren 2020/21 und Rückstellproben aus den Jahren 2017/18 stammten, haben Behörden* im Herbst 2023 vermehrt die Substanz Mono-n-hexyl-Phthalat (MnHexP) ein Stoff­wechsel­abbau­produkt (Metabolit) des Weichmachers Di-n-hexylphthalat (DnHexP) gefunden. DnHexP gehört zur Gruppe der Phthalate, chemische Verbindungen, die vor allem als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden. Er steht seit dem Jahr 2013 in der Europäischen Union auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe, da er die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschen gefährden kann und ist deshalb sowohl in kosmetischen Mitteln, als auch Lebensmittelkontaktmaterialien (Verpackungen) und in Spielzeug nicht mehr zugelassen. Trotz dieser Beschränkungen wurde in 61 Prozent der untersuchten 250 Urinproben der Metabolit MnHexP nachgewiesen.

Aufgrund des enthaltenen UV-Filters Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (DHHB) wurden auch Sonnenschutzprodukte thematisiert, denn offenbar kann bei seiner Herstellung als Verunreinigung DnHexP entstehen.

Bei einer Untersuchung durch Ökotest konnte demnach auch ausschließlich in Sonnenschutzprodukten mit dem UV-Filter DHHB entsprechend ein unerwünschter Gehalt DnHexP nachgewiesen werden. Allerdings befanden sich im Test auch Produkte mit DHHB, die frei von DnHexP sind. Daraus lässt sich möglicherweise deuten, dass der Weichmacher produktionstechnisch wohl vermieden werden kann. Interessant ist auch, dass laut Ökotest kein Zusammenhang zwischen der verwendeten Menge des UV-Filters DHHB und Rückständen mit DnHexP feststellbar war. Zu den Ergebnissen dieser Untersuchung sind jedoch weitere Analysen und Untersuchungen notwendig, um die Quellen und Ursachen der DnHexP-Belastung genauer zu verstehen und entsprechende Maßnahmen umsetzen zu können.

Laut BfR (BfR | MnHexP | Stellungnahme vom 21. März 2024 17 / 35) wurden von den Landesuntersuchungsämtern bei Nachuntersuchungen auch DnHexP-Gehalte in verschiedenen Alltagsgegenständen wie Badeschuhen, einem Springseil bzw. Fahrradgriffen nachgewiesen. Zudem hätten Literaturrecherchen ergeben, dass in verschiedenen Untersuchungen vom Nachweis von DnHexP in Hausstaub (beispielweise durch Abrieb von Textilie und Kinderspielzeug ), Kinderspielzeug und auch Kinderkleidung berichtet wird.

Neben DnHexP könne MnHexP zudem als Stoffwechselabbauprodukt aus verschiedenen anderen Phthalaten entstehen – beispielsweise aus Dihexylphthalat, Decylhexylphthalat oder bestimmten anderen, gemischtkettigen Phthalaten.

Fazit: In seiner Stellungnahme vom 21. März 2024 (siehe oben) hat das BfR aus der Auswertung weiterer Studien eine vorläufige tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) abgeleitet. Dieser vorläufige TDI beträgt 63 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag (µg/kg KG/d). Es sieht auf Basis der gemessenen Uringehalte „…nach derzeitigem Stand des Wissens sind gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Verwendung derart verunreinigter Mittel sehr unwahrscheinlich.“ Trotzdem sei es wichtig alle relevanten Quellen von MnHexP zu identifizieren. Auf die Frage, wie sich Verbraucher*innen vor einer hohen Phtalat-Aufnahme schützen können, antwortet das BfR: „Um bei kleinen Kindern die Aufnahme von Phthalaten über den Hausstaub zu verringern, sollten Böden und Teppiche regelmäßig gereinigt werden. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass Kleinkinder nur Gegenstände in den Mund nehmen, die dafür hergestellt und gedacht sind.“

Ausreichender Schutz vor UV-Strahlung nach der Regel „meiden- kleiden-cremen“ ist wichtig – wer aufgrund der aktuellen Ergebnisse verunsichert ist, sollte am besten Produkte ohne den UV-Filter DHHB wählen.

* Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) veranlasste im Herbst 2023 eine Untersuchung der Urinproben von Kindern, die es im Rahmen seiner regelmäßigen Human-Biomonitoring-(HBM)-Untersuchungen sammelt.

 

Den perfekten kosmetischen Sonnenschutz gibt es leider bislang nicht, weshalb neben der Verwendung von Sonnencreme andere Sonnenschutz-Regeln eine wichtige Bedeutung haben. Dies gilt vor allem auch für Babys, da bei Ihnen die Verwendung von Sonnencremes nur eingeschränkt sinnvoll ist.

 

Die richtige Pflege nach sonnigen Tagen

Sonnenbeanspruchte Haut benötigt ganz besonders gute Pflege.

Zunächst einmal sollten abends eventuelle Reste der Sonnencreme gründlich, aber ohne starkes Rubbeln abgewaschen werden. Dafür eignen sich hautverträgliche Duschgele mit milden Tensiden.

Anschließend wird die strapazierte Haut wieder mit regenerierenden und reizlindernden Pflegestoffen versorgt. Bestens bewährt haben sich dabei beruhigende, feuchtigkeitsspendende Pflanzenwässer (Hydrolate) in Kombination mit fetten Pflanzenölen und –wachsen  wie Avocadoöl, Aloe-Vera-Öl, Kokosfett, Jojobawachs, Sheabutter und Sanddornöl, welche regenerierend, hautpflegend und feuchtigkeitsbindend sind.  Ergänzt werden können diese um entzündungshemmende und heilungsfördernde ätherische Öle wie zum Beispiel Lavendel, Rosengeranie oder Immortelle.

Hydrolate  sind Pflanzenwässer, die bei der Wasserdampfdestillation entstehen. Sie enthalten die wasserdampfflüchtigen und wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanzen und sind durch ihren besonderen, leicht sauren pH-Wert optimal zu Hautpflege geeignet. Wichtig insbesondere für die Pflege empfindlicher Haut ist es, auf alkoholfreie Hydrolate zu achten. Bewährt zur Pflege nach der Sonne haben sich vor allem das blumig weiche Rosenhydrolat und das krautig duftende Lavendelhydrolat. Sie erfrischen und befeuchten die strapazierte Haut und unterstützen eine schnelle Regeneration.

Aromamischungen zur wohltuenden Pflege der Sommerhaut enthalten neben besonders hautpflegenden fetten Pflanzenölen zusätzlich ätherische Öle wie Lavendel, Immortelle oder Karottensamen, welche eine reizlindernde,  entzündungshemmend und regenerationsfördernde Wirkung haben. Ganz wichtig ist, diese immer auf die zuvor gut befeuchtete Haut aufzutragen und dann behutsam einzureiben oder vorsichtig einzuklopfen. Besonders praktisch sind anwendungsfertige Schüttelemulsionen, die fett- und feuchtigkeitsspendende Komponenten gleich in einem optimalen Mischungsverhältnis enthalten.

 

 

 

 

Quellenangaben und weiterführende Informationen :

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s43630-021-00101-2.pdf

https://academic.oup.com/endo/article/157/11/4297/2758398?login=false

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2022/06/10/schattenseite-der-sonnencreme

https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Sonnencreme-Diese-vier-UV-Filter-sollten-Sie-meiden_11405_1.html

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/

https://www.bfs.de/DE/themen/opt/opt_node.html

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2024/02/26/was-man-ueber-weichmacher-in-kinderurin-weiss-und-was-nicht

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2017/daz-30-2017/viel-licht-viel-schatten

https://www.bfr.bund.de/cm/343/mnhexp-in-urinproben-bewertung-des-gesundheitlichen-risikos.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/themen/fund-eines-weichmachers-in-urinproben-fragen

https://www.test.de/Weichmacher-Sonnencreme-unter-Schadstoffverdacht-was-ist-dran-6103822-0/

Bundesamt für Strahlenschutz Sonne und Sonnenschutz- UV-Strahlung und ihre Wirkung

https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Sonnencreme-fuer-Babys-und-Kinder-im-Test-Verbotener-Weichmacher-DnHexP-nachgewiesen_14618_1.html

Stand Juni 2024

Das Wichtigste für den Start in die Beikostzeit

In einem MommyMorning auf Instagram mit Maren Haake vom Elternservice der Firma Töpfer haben wir über die wichtigsten Themen rund um die Beikost gesprochen und eure Fragen beantwortet.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Beikost? Wie erkenne ich die Signale meines Babys?
  • Was darf und soll mein Kind essen? Was ist gesund, nachhaltig, welches Essen schmeckt gut?
  • Wie bereite ich das Essen altersgerecht zu?

Das ganz Interview könnt ihr hier auf YouTube anschauen.

 

Vielen Dank an Maren Haake und die Firma Töpfer für die Bereitstellung der Aufzeichnung !

Natürliche Hautpflege mit ätherischen Ölen und Aromamischungen

Mit großer Freude darf ich an dieser Stelle einen Beitrag von mir in der aktuellen Zeitschrift „Erfahrungsheilkunde“ 2023/05 zum Thema „Natürliche Hautpflege mit ätherischen Ölen und Aromamischungen“ teilen.

„Die Haut ist das größte Organ des Menschen, deren Säureschutzmantel als Abwehrbarriere für äußere schädigende Einflüsse geschützt und unbedingt intakt gehalten werden muss. Dies kann mit einer biologischen Hautpflege aus naturreinen Zutaten und ohne unnötige Hilfs- und Konservierungsstoffe gelingen, da sie der Haut Lipide und Feuchtigkeit liefert. Die pflegetherapeutische Aromakultur (PTAK) dient der Pflege, der Gesunderhaltung und der Linderung von Beschwerden, auch als Begleitmaßnahme zu einer ärztlichen Therapie. Letztendlich profitiert jede Haut, sei es die sensible Baby- und Kinderhaut, die empfindliche, trockene oder neurodermitische Haut, die irritierte Teenagerhaut oder die anspruchsvolle reife Haut, von einer vernünftigen biologischen Aromapflege.

Denn eine sinnvolle Hautpflege bedeutet aktive Stärkung der Eigenaktivität, Schutzbarriere und Balance der Haut statt passives Zuschmieren.

Der Beitrag stellt die wichtigsten Stoffe und spezielle Anwendungsgebiete vor.

aus: Georg Thieme Verlag „Erfahrungsheilkunde“ 2023/05 Autorin Natalie Stadelmann

Viel Freude beim Lesen!

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Meine Angebote

Hier seht Ihr einen Überblick über meine buchbaren Angebote.

Einige davon findet Ihr regelmäßig auch in meinem Veranstaltungskalender

Für Gruppen ab 8 Personen komme ich gerne zu Euch nach Hause oder in Büro/Amt/Praxis etc. oder lade Euch in unseren gemütlichen Seminarraum ein.

Ebenso können wir uns online im privaten Meeting-Raum über Edudip, Teams oder Zoom treffen.

Für Anfragen nutzt einfach das Kontaktformular. Ich freue mich auf Euch!

Die ersten 1000 Tage – gesunde Ernährung für Mutter und Kind

Dieses Fachseminar wendet sich insbesondere an Hebammen, Stillberaterinnen, Doulas.
Die ersten 1000 Tage – von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres – sind eine Periode, in der beim Kind in Bezug auf Entwicklung und Prägung enorm viel passiert, in dieser Zeit werden Weichen für das gesamte spätere Leben gestellt. Die Ernährung wirkt sich in dieser besonders sensiblen Phase möglicherweise lebenslang auf die Gesundheit eines Menschen aus.

Inhalte:
– Welche Bedeutung haben die ersten 1000 Tage?
– Ernährung in der Schwangerschaft
– Ernährung in Wochenbett und Stillzeit
– Beikost-Ernährung (Grundlagen, Psychomotorik, Responsive Feeding, Beikost-Formen, geeignete Lebensmittel, praktische Umsetzung)
– Kleinkindernährung

Für dieses Seminar erhaltet Ihr Fortbildungspunkte entsprechend der UE à 45 Minuten.


Schwangerschaft und Ernährung

Zu kaum einem anderen Zeitpunkt ist eine gesunde Ernährung so entscheidend wie in der Schwangerschaft.
In diesem Workshop erfahrt Ihr:
• worauf es in dieser besonderen Zeit ankommt
• wie Ihr alle wichtigen Nährstoffe auch für Euer Baby erhalten könnt
• wertvolle Tipps zu Beschwerden wie Übelkeit, Heißhunger oder Völlegefühl

Ruhe, Nähe, Wärme und gutes Essen- Ernährung im Wochenbett für Mutter und Kind


Das Wochenbett, manchmal auch als das vierte Trimester bezeichnet, ist eine Zeit der Bindung, des Kennenlernens und der Erholung für die ganze Familie. Nicht nur die Anstrengungen der Geburt müssen ausgeglichen, sondern auch Kraft für das Abenteuer Familie getankt werden. Die Milchbildung kommt in Gang und die beginnende Muttermilchproduktion fordert ein weiteres Mehr an Energie und Vitalstoffen. Auch die Ernährung des Babys spielt von Geburt an eine herausragende Rolle im Alltag der jungen Familie und schenkt im Sinne des responsive feeding sowohl mit Muttermilch als auch mit Säuglingsanfangsnahrung bedürfnisorientiert wertvolle Nährstoffe und Körpernähe.

Erfahrt in diesem Vortrag, wie Familien die erste besondere Zeit des Wochenbetts gut und genussreich versorgt genießen können.

Workshop Baby-Beikost

Brei, Fingerfood, Baby-led-Weanig, vegetarisch, vegan…Viele Möglichkeiten, die es für Dein Baby auf seiner ersten kulinarischen Entdeckungsreise gibt.

Damit`s vom ersten Häppchen an schmeckt, zeige ich worauf Du beim Thema Baby-Beikost achten musst. In dem Workshop geht es insbesondere um
• allgemeine Empfehlungen zur Einführung von Baby-Beikost
• geeignete Nahrungsmittel für das erste Lebensjahr
• Informationen zur Allergieprophylaxe
• Tipps zur Zubereitung von Baby-Breien und Fingerfood

Ich beantwortete auch Deine persönlichen Fragen. Die Bedürfnisse und die Individualität des Kindes werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Ernährungsgewohnheiten der Familie.

Gesund und lecker- Kinderernährung leicht gemacht

Eine ausgewogene und bewusste Ernährung von Klein auf liefert alle wichtigen Nährstoffe
für ein gesundes Wachstum, daneben spielen Genuss und Freude am Essen eine wichtige
Rolle. Ihr erfahrt in diesem Workshop über

  • die verschiedenen Phasen des Ernährungs- und Essverhaltens und die Entwicklung vom Baby- bis ins Schulkindalter.
  • Was ist gesund, welches Essen schmeckt gut, wie bereite ich das Essen altersgerecht zu?
  • Essen mit Genuss und allen Sinnen-wie funktioniert Geschmacksprägung und wie kann ich diese positiv beeinflussen?
  • Was hilft, wenn Kinder beim Essen streiken?

Pflanzenbetonte Vollwerternährung

Eine pflanzenbetonte Ernährung gilt aufgrund ökologischer Aspekte und des
gesundheitsfördernden Potenzials für die Mehrheit der Bevölkerung als erstrebenswert.
Immer mehr Menschen reduzieren ihren Konsum an tierischen Produkten oder verzichten
sogar ganz darauf. Wir beschäftigen uns in diesem Workshop intensiv mit der Frage,

  • wie bei den verschiedenen vegetarischen Kostformen eine sichere und ausreichende Versorgung
    gewährleistet werden kann und
  • wie Ihr die entsprechenden Lebensmittel klug auswählen und kombinieren könnt.

Ernährung, Darm und Immunsystem


Eine ausgewogene Ernährung hat über verschiedene komplexe Mechanismen Einfluss auf
unsere Abwehrkräfte. Sowohl die Bereitstellung der Nährstoffe als auch bioaktive
Pflanzenstoffe und insbesondere unsere Darmgesundheit und deren mikrobielle Besiedelung
entscheiden über ein gut funktionierendes Immunsystem. In diesem Vortrag erfahrt Ihr, wie Ihr über eine abwechslungsreiche und vitale Kost Eure Darmgesundheit unterstützen könnt, widerstandsfähiger gegen Infekte seid und gut durchs Jahr kommt.

Inhalte:

  • Grundlagen und Hintergründe zur Funktion unseres Immunsystems, Darmaufbau und Darmmikrobiota.
  • Besondere Nährstoffe und Nahrungsmittelinhaltsstoffe für unsere Abwehrkräfte.
  • Ernährungsstil, Auswahl und Zusammenstellung der Nahrungsmittel.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf den Grund gegangen

Immer mehr Menschen sind von Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln betroffen.
In unserem Workshop beantworten wir die Fragen:

  • Worin unterscheiden sich die
    verschiedenen Formen der Nahrungsmittelunverträglichkeiten und
  • was sind die Auslöser?
  • Was steckt hinter einer Allergie und wie wird diese sicher diagnostiziert?
  • Wie können wir der Entstehung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorbeugen und
  • auf welche Weisedurch unser Ernährungsverhalten beeinflussen?
  • Welche Rolle spielt der Darm?

Mit Pflanzenkraft durchs ganze Jahr-duftende Begleiter für die ganze Familie

In diesem Workshop zeige ich Euch, wie ihr zu jeder Jahreszeit die Kraft naturreiner Öle für Euer Wohlbefinden nutzen können. Neben starken Helfern für die Erkältungssaison lernt Ihr wohlriechende Pflanzendüfte für die Hautpflege, die Sonnen- und Reisezeit und Eure Hausapotheke kennen. Auch die praktische Anwendung z.B. als Wickel wird erläutert. So kommt Ihr und Eure Familie gesund und vital durchs ganze Jahr.

  • Mit ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen und Hydrolaten gepflegt und gestärkt von Kopf bis Fuß
  • Sanfte Pflege für empfindliche Kinderhaut von Frühjahr bis Winter, Sonnen- und Kälteschutz
  • Aromamischungen und Ihre Anwendung von Kopf bis Fuß: Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme, Ohrenweh, Fieber, Erkältungskrankheiten, Blähungen und Bauchschmerzen, Harnwegsinfekte, Einschlafprobleme und Trennungsschmerz, Wachstumsschmerzen, Verletzungen und Wundsein, Zahnen und Zahnwechsel

Workshop Wickel & Auflagen

In diesem Workshop zeige ich Euch alles, was Ihr zur Anwendung von Wickeln & Auflagen wissen müsst.

Warum ist die individuell gewählte Temperatur so entscheidend? Welche Materialien sind richtig und wie beeinflussen sie die Wickel? Welche Hausmittel kann ich unterstützend verwenden und was bewirken Quark, Zitrone, Zwiebel und Co? In 2 Stunden erfahrt Ihr alles über die wichtigsten Helfer für die ganze Familie. Die praktische Anwendung von Wickeln und Auflagen wird anschaulich erklärt und ihr bekommt hilfreiche Tipps zur richtigen Anwendung und den verschiedenen Zusätzen.

Schwerpunkte sind:

  • Wickel und Auflagen- liebevolle Zuwendung und heilsame Hilfe,
  • praktische Anleitung der gängigsten Wickel und Auflagen(Pulswickel, Halswickel, Bienenwachswickel, Ohrwickel, Bauch/Brustwickel, Wadenwickel, Ölkompresse) und den
  • dazu passenden Hausmitteln.

Neurodermitis- ganzheitlich betrachtet und begleitet

In diesem Vortrag zeige ich Euch verschiedene Möglichkeiten der Prävention und Behandlung auf.  Dabei werden insbesondere folgende Aspekte aufgegriffen:

  • Was bedeutet Neurodermitis- was sind die Ursachen, Entstehung und wie zeigt sich das Krankheitsbild?
  • Welche Bedeutung haben die Hautpflege und der Lebensstil,
  • welche Rolle spielen das vegetative Nervensystem, Schlaf und die Ernährung?

Sonnenschutz und Pflege für empfindliche Kinderhaut

Sonnenschein macht glücklich und die positiven Wirkungen der Sonnenstrahlen sind unbestritten. Doch ist es ein Frage der Dosierung, ob sie uns gut tun oder Schaden anrichten. In diesem Vortrag erfahrt Ihr, wie ein vernünftiger Umgang mit UV-Licht funktioniert, wie Ihr die zarte Kinderhaut sicher schützen und nach sonnigen Tagen gut pflegen können.

Fit ins Frühjahr mit den Kräften der Natur

Wie Heilpflanzen und ätherische Öle

  • Deinen Stoffwechsel unterstützen und
  • welche naturheilkundlichen Anwendungen Dir gut tun,
  • um mit neuer Energie ins Frühjahr zu starten!

Der Nase nach

In diesem Workshop möchte ich Euch und Eure Kinder auf eine Reise in die Welt des Riechens, der Düfte und insbesondere der ätherischen Öle mitnehmen. Dabei lernen die TeilnehmerInnen verschiedene Duftpflanzen und den Weg von der Pflanze bis zum ätherischen Öl kennenlernen. Außerdem möchte ich mit sanften Duftimpulsen und Duftreisen die persönliche Achtsamkeit, Entspannung und die Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung unterstützen.

Yoni-Steaming kompakt

Weltweit schätzen Frauen die Naturheilkraft von Yoni Steaming. Die Dampfsitzbäder sind denkbar einfach in der Anwendung und dabei wohltuend und wirkungsvoll. Der Wasserdampf wärmt und entspannt. Gleichzeitig transportiert er die Wirkstoffe der je nach Beschwerdebild sorgfältig ausgewählten Heilpflanzen und ätherischen Öle, die ihrerseits ihre pflegende und heilende Wirkung entfalten. In diesem Workshop erfahrt Ihr alles Wissenswerte für die Anwendung zu Hause.
Rituale für mehr Bewusstheit und Entspannung.
Anwendungen bei gesundheitlichen Problemen.
– Die wichtigsten Heilpflanzen und ätherischen Öle fürs Yoni Steaming im Porträt.

Verhüten, aber wie?

Viele Paare wünschen sich eine hormonfreie Form der Familienplanung, die trotzdem „Lust macht“, sicher und stressfrei ist.
Ich erkläre Euch in diesem Vortrag aktuell und praxisnah, welche Methoden und Hilfsmittel es als Alternative zu Pille und Co. gibt.
Im Fokus stehen:
• Der weibliche Zyklus und das Geschenk der Fruchtbarkeit
• Natürliche Verhütung – mehr als nur die Kalendermethode
• Barrieremethoden: wenn`s passt, dann klappt`s

Projekt Duft in der Schule

„Ich lade euch ein auf eine Reise in die Welt der Düfte und des Riechens.“

Die Welt ist voller Düfte, die wir riechen können. Egal ob groß oder klein, jung oder alt, Junge oder Mädchen…. Riechen hat für jeden Menschen eine besondere Bedeutung.

Ätherische Öle und Aromamischungen wirken über unser Riechsystem und werden über die Haut oder Nasenschleimhaut aufgenommen. Unser Riechsystem ist fähig, innerhalb hundertstel Sekunden ein Duftmolekül zu identifizieren, bevor wir es bewusst wahrnehmen. Im limbischen System werden daraufhin komplexe Mechanismen ausgelöst, welche alle vegetativen Regulationszentren wie Atmung, Kreislauf, Schlaf und die Produktion von Hormonen, Drüsen und Botenstoffen beeinflussen können. So bewirken Aromamischungen vielerlei Beschwerden regulierende und lindernde Effekte.  Durch die Freisetzung von Hormonen und Botenstoffen, die unser zentrales Nervensystem aktivieren, sorgen ätherische Öle und Aromamischungen  für Wohlbefinden und vermitteln das Gefühl für Geborgenheit und Beschützt-Sein.

Darüber hinaus verbinden wir durch unser Riechgedächtnis Gerüche immer mit Emotionen und Erinnerungen, wodurch ätherische Öle auch auf emotionaler und seelischer Ebene wohltuende Begleiter sind und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Als „Hotline“ zu unseren Gefühlen und geprägt von der Erfahrung, die wir in der Vergangenheit damit gemacht haben, steuern  Düfte unsere Emotionen und auch unsere Entscheidungen.

Mit dem Projekt „Duft in der Schule“ möchte ich Ihre Kinder auf eine Reise in die Welt des Riechens, der Düfte und insbesondere der ätherischen Öle mitnehmen.

Dabei lernen die SchülerInnen verschiedene Duftpflanzen und den Weg von der Pflanze bis zum ätherischen Öl kennenlernen. Außerdem möchte ich mit sanften Duftimpulsen und Duftreisen die persönliche Achtsamkeit, Entspannung und die Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung unterstützen.

In den Projekt-Schulstunden soll nicht das Lernen im Vordergrund stehen, sondern ausschließlich die eigene Wahrnehmung, die damit verbundenen Erinnerungen und Emotionen und der unbeschwerte Austausch.

Es wird wertungsfrei in der Klassengemeinschaft darüber gesprochen, die Kinder erzählen sich gegenseitig Geschichten, Erinnerungen oder teilen sich die wahrgenommenen Gefühle beim Riechen mit. Dabei ist das oberste Gebot „die eigene Nase hat recht“ und jede Duftwahrnehmung wird akzeptiert und wertgeschätzt. Mittels ausgeteilter Arbeitsheftchen und plakativen Infoblättern können die Kinder ihre eigenen Reflektionen festhalten, dabei wird explizit auf das schriftliche Arbeiten verzichtet, sondern nur mit Hilfe von Bildern und Emotions -Gesichtern gearbeitet. Dadurch ist es zum Beispiel auch den Erstklasskindern, die möglicherweise noch nicht alle lesen und schreiben können, möglich mit den Unterlagen selbständig und mit eigenen Kompetenzen zurecht zu kommen.

Haben Sie Interesse, das Projekt in Ihre Klasse zu holen? Kontaktieren Sie mich gerne!

Einen Bericht über den Projektablauf lesen Sie auch in der Fachzeitschrift FORUM Ausgabe 61

 

Eine bedeutsame Bedingung, unter der das auf diesen Bildern stattgefunden hatte, war die vor allem im Schulalltag nahezu allgegenwärtige Corona-Pandemie. Schon im zweiten Schuljahr war der Besuch der Schule mit täglichen Testungen und Maskenpflicht, immer wiederkehrenden Isolationen, Lockdowns und Distanzunterricht verbunden und viele Kinder haben darunter sehr gelitten. Nicht nur die allgemein verbreitete Verunsicherung und Angst, auch die soziale Distanz und das fehlende Miteinander, was vor allem für die Kinder, die während der Corona-Pandemie eingeschult wurden, bis dahin den normalen Schulablauf geprägt hatten, führte zu vielen Belastungen, die sich nicht nur emotional, sondern auch physisch ausgewirkt haben.

 

 

Sanddorn – ein Star in der Hautpflege

Im Spätsommer leuchten die intensiv orangefarbenen Beeren an den Sanddornbüschen. Für mich ist das jedes Jahr ein kleiner Wink der Natur, meine sonnenverwöhnte Haut intensiv zu pflegen und auch schon an den nahenden Herbst und die Erkältungszeit zu denken.

Der Sanddorn ist nämlich ein richtiges Multitalent. Seine Beeren enthalten einen wahren Multivitamin-Cocktail und neben viel Vitamin C, welches wir im Winter zur Unterstützung unserer Abwehrkräfte nutzen können, als einzige Obstfrucht in ihrem Fruchtfleisch fettes Öl und damit eine ganze Menge an hautverwöhnenden fettlöslichen Pflanzenstoffen.

Sanddorn-Fruchtfleischöl hat mittlerweile den Status eines Hautpflege-Stars und wird von vielen Naturkosmetikfirmen in geringen Mengen ihren Produkten eingesetzt. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: ein nahezu unvergleichlich hoher Vitamin-E-Gehalt, gepaart mit Carotinoiden sorgen als Antioxidantien für Schutz gegen Freie Radikale und sind somit ideal als „After-sun“-Pflege für sonnenverwöhnte Haut. Palmitoleinsäure, die unseren hauteigenen Fetten sehr ähnlich ist, wirkt äußerst hautpflegend, regenerierend und macht selbst trockene Haut wieder geschmeidig und weich. Außerdem reichert sich der orangene Naturfarbstoff des Sanddorn-Fruchtfleischöls bei regelmäßiger Anwendung dezent in der obersten Hautschicht an und verleiht uns so auf natürliche Weise einen charmanten Urlaubs-Teint. Das fruchtig riechende Öl hat sich in der Hautpflege vielfach bewährt und wird unter anderem eingesetzt bei irritierter und gereizter Haut, nach zu reichlich Sonnengenuss, bei alternder, empfindlicher Haut und zur Mundschleimhautpflege.

Mein absoluter Favorit ist dabei die Sonnenpflege intensiv–Schüttelemulsion der Bahnhof-Apotheke Kempten. Sie darf zu keiner Jahreszeit in meinem Kosmetikschrank fehlen. Im Sommer verwöhne ich meine Haut nach langen Tagen im Freien mit ein paar Sprühstößen der krautig-weich nach Lavendel duftenden Formulierung und schenke ihr so reichlich Feuchtigkeit und wohltuende Regeneration. Auch zur sanften Pflege nach kleineren Wehwehchen hat sich die Emulsion mit Melissen- und Rosenhydrolat in meiner Familie bestens bewährt. Im Winter genieße ich die dezente Tönung, die der Anteil an Sanddornöl auf meiner Haut hinterlässt und mir so jeden Tag ein frisches Aussehen schenkt.

Mit ein bis zwei Tropfen reinem Sanddornfruchtfleischöl oder einem Sprühstoß Sonnenpflege-intensiv-Schüttelemulsion könnt Ihr jedem Hautpflegeprodukt noch etwas mehr Regenerations-Power geben.

Wichtig zu beachten: Der intensive Orangeton von Sanddorn-haltigen Produkten kann leicht zu Verfärbungen von Textilien führen. Deshalb sparsam auftragen, gut einziehen lassen und evtl. das weiße Spitzen-Nachthemd vorerst im Schrank lassen 😉

Sanddorn wirkt auch von innen! Durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt ist es ein Klassiker zur Stärkung der Abwehrkräfte, z.B.mit einem täglichen Gläschen Sanddorn-Elixier. Sanddorn Ursaft ist ein Genuss in jeden Smoothie und vor allem in der kalten, lichtarmen Jahreszeit eine Wohltat.

Bewusst von Anfang an

Bewusst von Anfang an – unter diesem Motto steht schon viele Jahre meine Tätigkeit im Bereich der Ernährungsberatung und ist gleichzeitig der Slogan meiner Website.

Bewusst steht in diesem Zusammenhang für eine ganzheitliche Betrachtung,die alle Bedürfnisse und nicht nur einzelne Aspekte wahrnimmt. Besonders in der Ernährungsberatung stehen für mich dabei drei Säulen im Fokus:

Bewusst gesund Nicht alles ist für jeden gleichermaßen gesundheitsfördernd und bekömmlich. Was dem einen gut tut, kann bei dem anderen Unwohlsein oder sogar Krankheiten auslösen. Für Kinder ist der Begriff gesund in Bezug auf einzelne Nahrungsmittel oder Ernährungskonzepte abstrakt und gleichzeitig wertend, was ein unbeschwertes und nach eigenen Bedürfnissen gesteuertes Essverhalten negativ beeinflussen kann.

Bewusst umweltfreundlich  Eine nachhaltige, klimaverträgliche und umweltbewusste Ernährung ist absolut zeitgemäß und notwendig. Ob Bio-Lebensmittel, Tierwohl, regional, saisonal, unverpackt… es gibt viele Aspekte, die in einer bewusst umweltfreundlichen Ernährung ihren Platz finden. Die Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen im ersten Lebensjahr/Beikostalter und Kleinkindern berücksichtigen diese Aspekte leider noch viel zu wenig, dabei gehen die Ansprüche und Bedürfnisse vieler junger Familien immer mehr in diese Richtung. Kein Kind MUSS fünf mal die Woche Fleisch essen, ebenso wenig wie täglich Milchprodukte. Im Rahmen einer bewussten Ernährung können tierische Produkte ein Bestandteil sein, aber kein Muss.

Bewusst für Genuss und Wohlbefinden  Dē gustibus nōn est disputandum („Über Geschmack lässt sich nicht streiten“) – wie wahr, denn Geschmack wird geprägt von persönlichen und emotionalen Erfahrungen. Einige Geschmacksvorlieben und Abneigungen sind uns angeboren, alles andere lernen wir und verändert sich stetig. Eine bewusste Ernährungsberatung muss individuelle und kulturelle Geschmacksvorlieben berücksichtigen, genauso wie Abneigungen gegen bestimmte Geschmackseindrücke oder Lebensmittel. Kein Kind muss Brokkoli essen ! Wenn wir aber über die angeborenen und erworbenen Geschmacksvorlieben unserer Kinder Bescheid wissen, dann kann uns das ermöglichen, diese in eine bewusste und ausgewogene Ernährung zu integrieren und viel Stress im Familien Leben ersparen 

Der gesunde Pausensnack

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Viele Familien kennen es. Jeden Wochentag den Wecker stellen und jeden Morgen zügig im Takt bleiben, damit die Kinder rechtzeitig in Kita und Schule kommen. Da bleibt die Hektik an manchen Tagen nicht aus, wenn das warme Bett einfach zu gemütlich ist, das Anziehen doppelt so lange benötigt wie sonst und plötzlich ist nur noch Zeit für ein paar hastige Bissen, bevor alle weiter starten. Nicht immer ist es also möglich, nach einem richtig kräftigen, ausgewogenen Frühstück morgens gut gestärkt in Kita, Schule und an den Arbeitsplatz zu starten. Doch schon bald sind die letzten Reserven aufgebraucht, die Konzentration beginnt zu schwinden, die Laune sinkt und der Bauch macht grummelnd auf sich aufmerksam. Allerspätestens jetzt sollte ein gesunder Snack zur Hand sein. Vor allem bei Kindern ist die Toleranz für Blutzuckerschwankungen und Hungergefühl noch sehr gering, deshalb müssen sie immer ein paar ausgewogene, nährstoffreiche Happen im Gepäck oder bereit stehend haben. Gummibärchen, Keks und Schokolade zählen nicht dazu (das gilt übrigens genauso für die Großen!). Deshalb  spielt hier die gesunde  Pause als Zwischenmahlzeit außer Haus eine wichtige Rolle.

Werden Kinder schon frühzeitig an ein gesundes Ernährungsverhalten gewöhnt, so prägt sich dieses nachhaltig und begleitet ein Leben lang. Wie das am einfachsten und besten geschehen kann ist einfach: Kinder wollen in den ersten Lebensjahren vor allem eines, nämlich  entdecken, erleben und nachahmen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass die betreuenden Personen, ob Eltern, Großeltern, Geschwister oder auch KiTa- und KiGa-ErzieherInnen und  LehrerInnen, mit gutem Beispiel vorangehen und ein gesundes Ernährungsverhalten aktiv vorgelebt und umgesetzt wird. Das bedeutet neben dem Augenmerk auf frische und vollwertige Kost auch ein emphatisches und einfühlsames Miteinander, das Essen zu einem genussvollen sozialen Erlebnis werden lässt.

Doch, was ist gesund, welches Essen schmeckt gut und wie bereite ich das Essen kindgerecht zu?

Eine gesunde und bewusste Ernährung besteht aus einer individuell angepassten ausgewogenen und möglichst naturbelassenen Vollwertkost.

Die Qualität der Lebensmittel spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Sie ist mitentscheidend dafür, dass Essen schmeckt und den Kindern Freude bereitet.

Für die richtige Zusammensetzung  der geeigneten Pausensnacks  gibt es ein paar einfache Regeln:

Regel 1: Kohlenhydrate machen schnell fit und munter. Alle zucker- und getreidehaltigen Lebensmittel liefern  Treibstoff für einen raschen Anstieg des Energielevels. Doch Achtung: zu viel Zucker und Weißmehl lassen unseren Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren und machen ruck-zuck wieder müde und heißhungrig. Deshalb

Regel 2: Volles Korn für volle Konzentration. Vollkorngetreideprodukte versorgen uns über einen längeren Zeitraum mit Energie und halten so besser fit und auch länger satt. Übrigens muss Vollkorn nicht gleich „voller Körner“ bedeuten. Auch das Mehl aus dem vollen Korn kann fein gemahlen sein. Achten Sie auf einen hohen Ausmahlungsgrad, zu erkennen an der Type-Kennziffer des Mehls. Je höher dieser Wert ist, desto mehr wertvolle Mineralstoffe enthält das entsprechende Mehl. Bevorzugen Sie vollwertiges Bio-Getreide für Brot und Backwaren oder Vollkornflocken für selbstgemachte Müsliriegel und Kekse.

Regel 3: Die richtigen Fettsäuren machen nicht fett sondern schlau! Besonders die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in fettem Fisch und einigen Nüssen, Pflanzensamen und –ölen (wie Walnuß, Leinsamen) sind wichtig für eine gute Gehirnfunktion und dürfen deshalb regelmäßig unseren Speiseplan bereichern. Als Knabberspaß für ältere Kinder oder  fein gemahlen als Nussmus-Aufstrich oder in Backwaren können die pflanzlichen Kraftpaket hervorragend in  den Pausensnack eingebaut werden.

Regel 4: Proteine (Eiweiße) machen nicht nur die Muskeln stark. Sie sind ein lebensnotwendiger Baustein für unsere Organe, Blut und Immunsystem. Auch hier sind Samen und Nüsse hochwertige Nährstofflieferanten, aber auch ein gekochtes Ei oder eine Scheibe Käse im Sandwich tragen zu einer gesunden Proteinzufuhr bei.

Regel 5: Wasser marsch! Ohne genügend Flüssigkeit läuft im wahrsten Sinn des Wortes nichts. Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig, besteht doch der Körper eines Kindes aus bis zu 75 % Wasser. Gerade die Kleinen vergessen aber häufig, beim Herumtollen und Spielen zu trinken. Ist es im Sommer heiß, kann der junge Körper schnell an Flüssigkeitsmangel leiden. Anzeichen für dringenden Flüssigkeitsbedarf sind neben Durst auch Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen.  Generell sollen Getränke den Durst stillen und den benötigten Flüssigkeitsbedarf decken. Geeignet sind Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Fruchtsaftschorle (1 : 5), am besten auf mehrere Portionen über den Tag verteilt. Ökologisch in der Herstellung und super recyclingfähig ist Glas das hygienischste und unbedenklichste Material für alle Getränke. Die tollen Flaschen von Emil mit dem patentierten 3-Schichten-System aus umweltverträglichen Materialien sind ideal isoliert, geschützt und auch für die Kleinen sicher und einfach zu transportieren.

Zur Lernfreude gehört eine ausgewogene Ernährung in der Pause dazu. Deswegen vereint das Starter Set eine Emil Glas-Trinkflasche für das Lieblingsgetränk mit einer Pausenbrotbox – beides im aufeinander abgestimmten Design.
Für die Flasche liegen zwei Drehverschlüsse sowie ein TrinkCap mit Ziehverschluss bei.
Die Starter Sets gibt es mit einer ovalen 0,3l-Trinkflasche für kleine Kinderhände oder einer 0,4l-Trinkflasche.

Bei der Zubereitung des Pausensnacks müssen wir uns vor allem am Alter und der motorischen Entwicklung der Kinder orientieren. Hilfreich ist es, wenn die Zwischenmahlzeit handlich und ohne viel Kleckern und Bröseln leicht zu essen ist. Und hübsch aussehen darf sie auch, das Auge isst ja mit J

Angelehnt an das klassische Pausenbrot sind bunt belegte Sandwichs bei Groß und Klein beliebt. Und es müssen nicht immer nur Wurst und Käse sein. Würzige Frischkäsecremes, gekochte Eier, bunte vegane Brotaufstriche und dazu viel knackiges Gemüse bringen Abwechslung und eine Menge gesunder Nährstoffe in die Zwischenmahlzeit. Damit die reichhaltig belegten Brotscheiben ihren Inhalt  nicht gleich verlieren, können sie kreativ und handlich in Butterbrotpapier oder beschichtete Textilien (z.B. die hübschen Bienenwachstücher von Gaja) gewickelt werden und bleiben dadurch auch länger frisch.

Kleine Kinderhände freuen sich über Mini-Sandwiches, die z.B. mit Hilfe von Plätzchenausstechern verzehrfreundlich in der gesunden und nachhaltigen Brotzeitbox landen. Die ajaa! Brotboxen sind eine echte, nachhaltige Produktinnovation, denn sie werden komplett plastikfrei aus Zuckermelasse, Mineralien und Wachs hergestellt.
Die Produktion ist CO2-neutral und findet in Deutschland statt – lange Transportwege entfallen.

Wraps sind voll im Trend und können alternativ zum belegten Brot ebenso vielseitig und lecker gefüllt werden. Als „Hülle“ dienen verzehrfertig zu kaufende Fladen oder selbst gebackene Pfannkuchen. Diese können mit Frischkäse, Nussmus, Pesto oder Hummus (Kircherebsenmus) bestrichen und abwechslungsreich z.B. mit geraspeltem oderklein geschnittenem Obst, gekochtem Ei, Mozzarella, Antipasti und viel frischem Salat und Gemüse eingerollt werden.

Wer gerne Obst und Gemüse isst, freut sich über kleine bunte Spießchen, die mit weichem Käse (z.B. Mozzarella), Vollkorntoaststückchen und frischen Kräutern aufgepeppt werden können.

Besonders gesund und handlich für zwischendurch ist das bekannte Studentenfutter, das mittlerweile nicht mehr nur aus Haselnüssen und getrockneten Rosinen besteht, sondern je nach Geschmack vielseitige Nuss- und Trockenfrucht-Power enthalten kann. Besonders die weichen Cashew-Kerne und getrocknete Apfelringe, sowie exotische Kokosnussstücke oder saftige Soft-Aprikosen sind bei Kindern sehr beliebt. Allerdings erst ab etwa 3 Jahren, wenn keine Verschluckungsgefahr mehr besteht. Vorher können Nüsse und Co fein gemahlen in Gebäck und Riegeln die Pausenmahlzeit aufwerten.

Ein ganz leckeres und gesundes Mitgebsel in Kita und Schule sind selbst gemachte Fruchtschnitten. Dabei kann ganz nach Lust und Laune mit den Zutaten abgewechselt werden. Und das tolle dabei ist: schon die Kleinsten können bei der Zubereitung helfen- da schmeckt es gleich doppelt so gut!

Rezept Fruchtschnitten:

Die Zutaten können ganz nach Lust und Laune und Verfügbarkeit kreativ und abwechslungsreich kombiniert werden:

2 Teile getrocknete Früchte wie Äpfel, Aprikosen, Datteln, Feigen fein zerkleinern (das geht gut mit dem Pürierstab und etwas Öl dazu) oder fertige Fruchtpasten (z.B. von Rapunzel)

1 Teil gemahlene Nüsse und Samen, z.B. Haselnüsse, Mandeln, Cashew, Walnüsse, Hanfsamen, Sesam oder Nussmus

1 Teil Vollkornflocken, gepufften Quinoa oder Amaranth

etwas Leinöl

eventuell etwas Honig

Gewürze, z.B.  ein wenig Ceylon-Zimt,  Kurkuma-Pulver, Kakao

So wird`s gemacht:

Alle Zutaten miteinander zu einer zähen Masse verkneten. Saubere Kinderhände haben daran besonders viel Vergnügen J Ist die Masse zu trocken, könnt Ihr die Konsistenz mit etwas Leinöl und/oder Honig optimieren. Die Masse in kleinen Portionen zwischen zwei Oblaten geben und gut zusammendrücken. Diese über Nach an der Luft trocknen lassen und anschließen nach Wunsch hübsch verpacken (z.B. in Butterbrotpapier oder Bienenwachstücher einwickeln).

Auch kernige Haferflockentaler können einfach und praktisch auf Vorrat zubereitet werden. Sie halten sich gut verschlossen rund 2 Wochen- bei uns sind sie jedoch immer schon vorher aufgegessen 😉

Rezept Haferflockentaler:

50 g Butter

50 g Honig

3 Eier

150 g Nüsse (gemahlen)

250 g Haferflocken

Back-Oblaten

Geschmackszutaten nach Wunsch:  Rosinen, Zimt, Bourbon-Vanille, Kakao, Fruchtpulver

So wird`s gemacht:

Den Butter und den Honig auf niedriger Temperatur miteinander schmelzen.

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen.

Die Eigelbe mit der Butter-Honig-Schmelze cremig rühren.

Die Haferflocken und die Nüsse sowie die Geschmackszutaten mischen und  mit der Butter-Honig-Ei-Masse  vermengen.

Das Eiweiß vorsichtig unterheben.

Die Oblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und die Masse mit einem Teelöffel (oder sauberen Händen darauf  verteilen.

Bei 160°C auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen und gut auskühlen lassen.

Ganz wichtig bei allen Snacks und Schleckereien zwischendurch ist die richtige Zahnpflege. Ständiges Herum-Essen liefert permanent Kohlenhydrate, die die ideale Nahrung für kariesauslösende Bakterien sind. Kommen dann noch Zahnschmelz-schädigende Säuren dazu kann das auf Dauer, besonders bei den weichen Kinderzähnchen, zu Problemen führen.  Das gilt für die verpönten Süßwaren ebenso wie für gesundes Obst. Hilfreich kann es sein, die Mahlzeiten mit einem Glas Wasser abzuschließen, um den Mund damit etwas sauber zu spülen. Auch kräftiges Kauen und Beißen, beispielsweise an rohem Gemüse,  ist, neben dem wertvollen Training für die Kiefermuskulatur, gut um die Zähnchen tagsüber einigermaßen sauber zu halten. Deshalb- packen Sie  guter Letzt lieber noch eine gesunde und günstige Karotte ins Gepäck als teure Wegwerf-Quetschies.

Gesunde Begleiter für ein nachhaltiges Leben Der Ursprung von Emil – die Flasche® lag in einem einfachen Gedanken: Weniger Plastikmüll, mehr Nachhaltigkeit. Mit dem wachsenden Angebot bleiben sie diesem Gedanken seit 1990 treu – und leisten schon bei der Herstellung einen wertvollen Beitrag für die Umwelt.

Lernhunger und Wissensdurst sind wichtig für den Spaß in der Schule – echter Hunger und Durst nicht.
Deswegen gehört ein Pausensnack und das Lieblingsgetränk in jeden Schulranzen. Die immer wieder befüllbaren, BPA freien Emil Trinkflaschen aus Glas gibt es deswegen in kinderfreundlichen Größen sowie vielen Designs – und passend dazu robuste Brotdosen mit Trennsteg. Viele Ideen zur nachhaltigen und gesunden Pausensnack-Verpackung findet Ihr auf der Website von Emil.

ErdmannHAUSER

Die ErdmannHAUSER Getreideprodukte GmbH wurde 1989 als Verarbeitungspartner der ansässigen Bauern gegründet, um die Qualitätsziele der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in der Lebensmittelherstellung konsequent fortzuführen.

ErdmannHAUSER knüpft gleichzeitig an die Bedürfnisse von Menschen an, die heute Lebensmittel suchen oder brauchen, welche für sie eine Stärkung in den einseitigen Belastungen des modernen Alltags sind. Was Anbau, Verarbeitung und Ernährungsqualität anbelangt, bietet ErdmannHAUSER echte Alternativen. Vier Manufakturbereiche sind bei ErdmannHAUSER vereint: Getreideaufschluss, Mühle, Bäckerei und Abpackung.

Eine besondere Möglichkeit zur vollwertigen Ernährung für die ganze Familie stellen die sogenannten TAU-Produkte der Firma ErdmannHAUSER dar. Diese vollwertigen
Getreideprodukte werden in einem speziellen
Aufschlussverfahren aus biodynamisch angebauten Getreidekörnern
von Hafer, Gerste oder Dinkel bzw. Buchweizen mithilfe
von Wasser, Wärme und einer anschließenden langsamen Trocknung optimal verdaubar und nährstoffreich.

TAU ist ungesüßt und nicht vitaminiert.

ErdmannHAUSER Tau

Getreidebrei aus Dinkel, Gerste, Buchweizen und Hafer

Als vielseitig verwendbare Vollkorn-Grundnahrung für die ganze Familie. Für Kinder und Erwachsene lassen sich daraus leckere Getränke, Suppen oder Desserts zubereiten.

Buchweizen
Das Knöterichgewächs – kein Getreide – enthält von Natur aus kein Gluten und wird als wohlig sättigender und stärkender
Kohlenhydratlieferant immer beliebter. Unverarbeiteter
Buchweizen hat oft einen etwas unangenehm
bitteren Beigeschmack, weshalb für die ersten Beikostbreie speziell aufgeschlossene Produkte empfehlenswert sind. Als Bulgur ist er bei älteren
Beikostkindern ab dem 10. Lebensmonat beliebt – oder in Form von Blinis (kleine Pfannkuchen) für die ersten Fingerfoodversuche.

Dinkel
Ein sehr nahrhaftes und gut verträgliches Getreide,
das wertvolle Fettsäuren und reichlich
Mineralstoffe enthält. Dinkelmehl eignet sich
vor allem zum Backen, Dinkelgrieß für feine Milchspeisen.


Gerste
Ein fein malzig schmeckendes Getreide, das
aufgrund der Schleimstoffe besonders beruhigend
auf Magen und Darm wirkt und sich ab
dem frühen Beikoststart bewährt hat.


Hafer
Dieses wohl beliebteste Getreide in der Kinderernährung
enthält mit die meisten Mineralstoffe
und Fettsäuren. Sein besonders
hoher Eisengehalt macht ihn ausgesprochen wichtig,
falls ein Kleinkind vegetarisch ernährt wird. Er
wirkt ausgleichend auf den Magen-Darm-Trakt
und wird aufgrund der besonders kräftigenden
und energiespendenden Eigenschaften vor allem
auch für aktivere und krabbelnde Beikostkinder
empfohlen

Das fein gemahlene Pulver wird für den Babybrei etwa 1 Minute sanft in ausreichend Flüssigkeit gekocht und dann dem Gemüse- oder Obstbrei beigefügt. Für Beikostkinder stellen die TAU-Getreidebreie durch den ureigenen feinen Geschmack eine Bereicherung dar und werden meist von der ganzen Familie gerne genossen.

Rezepte und Ideen zur Zubereitung der TAU-Getreideprodukte findet Ihr in meinem Buch „Babybrei“ und in den folgenden Videos, die ich für Euch gedreht habe:

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Schritt für Schritt erklärt: Beikost selbst zubereitet mit dem ErdmannHAUSER TAU-Getreidebrei
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Schritt für Schritt erklärt: ErdmannHAUSER TAU Grießbrei und Fingerfood-Grießschnitten
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Schritt für Schritt erklärt: ErdmannHAUSER TAU-Getränk

Gedanken der FirmaErdmannHAUSER zum Getreide in der Ernährung und den Getreideaufschluss

Getreide als Grundnahrung des Menschen

Die Getreidenahrung ist von alters her die dem Menschen angemessene Form der Ernährung, da das Getreide die Keimkraft zur Erneuerung in der Samenbildung ursprünglich-rein verwirklicht. Das Wissen darum ist das Geheimnis der Getreidekulturen seit Beginn der menschlichen Vor- und Frühgeschichte.

Als der Bauer noch nicht mit dem Mähdrescher auf den Feldern fuhr, reifte das Getreidekorn nach dem Schnitt auf der Garbe bis zur sogenannten „Totreife“. Nach und nach wurde erst im Winter gedroschen. Unreifes Getreide mindert die Ernährungsqualität.

Getreide wurde vom Menschen niemals roh und unbearbeitet genossen. Nahrungsmittel mussten schon immer für den menschlichen Verzehr erst aufbereitet werden. Durch unsere Ernährungsbedürfnisse sind wir zwar mit der Natur verbunden, gleichzeitig müssen wir aber die Nahrungsmittel durch die Verdauung „zerstören“ und die darin enthaltenen Stoffe verwandeln oder gar neu schaffen. Noch bevor wir die Nahrung in den Mund nehmen, beginnt die Umwandlung der naturgewachsenen Frucht durch die Lebensmittelherstellung und die Nahrungszubereitung.

Die richtige Art der Auf- und Zubereitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse war lange Zeit Bestandteil der kulturellen Überlieferung. Heute ist dieses Wissen und seine Grundlage verloren. Es ist aber nötig, den Sinn dieser alten Kulturtechniken neu verstehen zu lernen und so unsere Lebensmittelaufbereitung weniger an industriellen, als wieder an den eigentlich menschlichen Bedürfnissen zu orientieren und weiter zu entwickeln. Auch die moderne biologische Verarbeitungstechnik lässt sich erfolgreich mit altem Ernährungswissen verbinden.

Soweit wir uns zurückerinnern können, haben sich die Menschen darum bemüht, Getreide zu enthülsen, zu quellen und zu rösten. Gerade die kohlenhydratreiche Nahrung wird durch den Prozess des Quellens und der Wärme aufgeschlossen und unseren Verdauungssäften zugänglicher gemacht.

ErdmannHAUSER hat ein besonderes Aufschlussverfahren entwickelt, das in gewisser Weise den äußeren Reifeprozess der Pflanze aufgreift. Das unversehrte, volle Korn wird – je nach Getreideart noch im schützenden Spelz – in Wasser bis zum Beginn des Keimens aktiviert. Durch Darren des aktivierten Kornes bei gleichmäßiger Wärme in unseren eigens für diesen Zweck entwickelten Drehöfen wird die Verwandlung der Samensubstanzen auf eine andere Weise fortgeführt. In der feuchtwarmen Umhüllung beim Darren entwickelt sich das besondere Klima, das die Lebenskräfte des Keims aufruft, ohne sie dabei zu verbrauchen. Nach dem Darren kann auch der Spelz ohne Beschädigung des Keims entfernt werden. Anschließend wird das immer noch ganze, unversehrte Korn in der ErdmannHAUSER Spezialmüllerei wertsichernd verarbeitet und von Hand verpackt.

Das ErdmannHAUSER TAU-Aufschlusverfahren –

Die Lebenskraft des Getreides

Im Getreidekorn ruhen die Lebenskräfte des Keimens und Wachsens in höchster Konzentration. Durch die Behandlung des ganzen Korns mit den Elementen Wasser und Wärme vermögen wir diese Kräfte weitgehend zu aktivieren.

Der starke und gesunde Mensch befreit die Lebenskräfte des Getreides bei der Verdauung aus dem Samen und stärkt sich daran. Für diese „Befreiungsarbeit“ ist wiederum Kraft nötig.

Diese Kräfte haben Kinder in einem gewissen Lebensalter noch nicht. Rekonvaleszenten haben sie noch nicht wieder, Senioren haben sie oft nicht mehr. Auch in anderen Lebenslagen ist heute eine wirksame Unterstützung des Stoffwechsels von Bedeutung. Vor allem bei Schwangeren liegt es nahe, in der Grundernährung die ihren Lebensumständen entsprechenden Wege zu suchen.

Für alle diese Bedürfnisse hat ErdmannHAUSER mit der tatkräftigen Unterstützung von Klaus und Annegret Werder die Aufschlussprodukte entwickelt. In ihnen ist das Getreidekorn zur vitalen Aufbruchstimmung aktiviert, ohne bereits die eigene Vitalität im Keimen verbraucht zu haben.

Das Getreide für die Aufschlussprodukte wird uns von Bauern geliefert, die seit Jahren auf ihren Höfen biologisch-dynamisch arbeiten. Das heißt, diese Bauern stellen ihr praktisches Tun und Lassen unter geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte. Mit ihrem vertieften Engagement bei der Pflege der Erde, der Pflanzen und Tiere schaffen diese Bauern auch die Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Lebensmittelverarbeitung.

Charge für Charge können wir angeben, auf welchem Boden und in welcher Lage das in den Aufschlussprodukten verarbeitete Getreide gewachsen ist und welcher Bauer das Wachstum und die Entwicklung mit seiner Einsicht und Liebe zur Arbeit begleitet hat. Entsprechende Angaben finden sich auf der Packung der Aufschlussprodukte.

Die Weiterverarbeitung des Getreides zu den Getreideaufschlussprodukten erfolgt ausschließlich bei ErdmannHAUSER. So ist es möglich, individuelle landwirtschaftliche Qualitäten im Verarbeitungsprozess aufzugreifen.

Die Getreideaufschlussprodukte sind nicht nur schnell und einfach zuzubereiten, der Darrprozess verleiht ihnen den unverwechselbaren nussigen Geschmack.

Wie werden die TAU-Aufschlussprodukte hergestellt?

Getreideaufschluss in Wasser und Wärme

Die sogenannten Getreideaufschlussprodukte TAU, Bulgur und Grieß werden nach einem ganz besonderen Verfahren hergestellt, dem TAU-Aufschlussverfahren.

Dieses Verfahren ist ein Ganzkornaufschluss, der mit Hilfe von Wasser und Wärme das vollwertige Korn mit seinen Inhaltsstoffen möglichst schonend aufschließt und verarbeitet. Die Grundtechniken des Getreideaufschlusses, das Quellen und Darren, sind Jahrtausende alt. Wasser und Feuer waren dabei fast immer beteiligt.

Das unversehrte, volle Korn wird – je nach Getreideart noch im schützenden Spelz – in Wasser bis zum Beginn des Keimens aktiviert. Dadurch dringen Vitamine und Mineralstoffe, die in der äußeren Schicht liegen, in das Innere des Korns. Die Nährstoffe des Getreides verwandeln sich so in einer Art „Vorverdauung“. Durch das anschließende Darren des aktivierten Kornes bei gleichmäßiger Wärme in eigens dafür entwickelten Drehöfen wird die Verwandlung der Samensubstanzen auf eine andere Weise fortgeführt.

In der feuchtwarmen Umhüllung beim Darrvorgang entwickelt sich das besondere Klima, das die Lebenskräfte des Keims aufruft, ohne sie dabei zu verbrauchen. Nach dem Darren kann auch der Spelz ohne Beschädigung des Keims entfernt werden.

Anschließend wir das immer noch ganze, unversehrte Korn in unserer für diesen Zweck errichteten Spezialmüllerei wertsichernd gemahlen und von Hand verpackt.

Die besonderen Eigenschaften der TAU-Aufschlussprodukte

Durch den speziellen Herstellungsprozess werden die Inhaltsstoffe des Korns aus ihrer konzentrierten Struktur gelöst und aufgeschlossen. Das dadurch entstandene Grundnahrungsmittel weist eine besondere Qualität auf. Sie beruht auf dem Versuch, den Herstellungsprozess und den menschlichen Stoffwechsel einander anzunähern. Dadurch kann die Kraft des Menschen zur eigenen Stoffbildung im Stoffwechsel angeregt werden.

Der sonst vielfach als einziges Qualitätsmerkmal hochgeschätzte Gehalt an Vitaminen, Enzymen, Zuckern und einer Reihe weitere Substanzen wird durch die angehende Keimung auf natürliche Art und Weise gebildet. Stärke, Eiweiß und die Ballaststoffe werden durch die Wärme gelöst und leichter verdaulich.

Für uns liegt die Zielrichtung unserer Arbeit nicht darin, einfach eine positive Inhaltsanalyse auszuweisen, sondern darin, die sogenannte biologische Verfügbarkeit des Nahrungsmittels für den Stoffwechsel zu ermöglichen.

Zwar kann man die Stoffbestandteile der Nahrung im menschlichen Organismus analytisch wiederfinden. Doch das eigentlich Bedeutsame ist, wie diese Stoffe im Stoffwechselgeschehen vollständig verwandelt, INDIVIDUALISIERT werden.

Sichere Hilfe bei Läusealarm

Jedes Jahr erneut fällt beim Elternabend in Kindergarten und Schule das gefürchtete „L-Wort“. Manch einer verdreht dann schon voll Schrecken die Augen, es wird heimlich auf Holz geklopft und hier und da kommt es zu akuten Fällen von hypochondrischem Kratzzwang.

Das berühmt-berüchtigte Wort lautet LÄUSE !!!

Besonders in der Zeit nach den Sommerferien von September bis Dezember treten wohl die meisten Epidemien der kleinen Krabbeltierchen auf und da eine Erkrankung laut Infektionsschutzgesetz meldepflichtig ist, werden Eltern jedes Jahr aufs Neue von Kindergärten und Schulen über den richtigen Umgang bei Läusebefall informiert.

In der geselligen Runde kommt es dann rasch zu interessanten Beiträgen, erfahrene Mütter berichten von permanent laufenden Waschmaschinen, eisgekühlten Kuscheltieren,  dem Kampf mit Läuseshampoo und Nissenkamm und es werden Ratschläge zur Vorbeugung  eines Läusebefalls weitergegeben. Nicht jedes Hausmittel macht jedoch Sinn und ist effektiv genug, um Läuse und nachschlüpfende Nissen nachhaltig zu beseitigen und so kann es mitunter vorkommen, dass sich der Kreislauf über Wochen und Monate ein ums andere mal wieder erneuert…

Deshalb hier ein paar wichtige Fakten zum Thema KOPFLÄUSE:

  • Die 1-4 mm großen grauen bis rotbraunen Krabbeltierchen überleben auf unserer Kopfhaut, wofür sie alle 2-3 Stunden frisches Blut saugen müssen. Sie können bis zu drei Wochen alt werden und die Weibchen legen in dieser Zeit bis zu 150 Eier. Aus diesen Eiern schlüpfen nach etwa 6-9 Tagen Larven, welche dann nach weiteren 9-12 Tagen wieder geschlechtsreif sind- der Kreislauf des Läuselebens beginnt erneut.
  • Kopfläuse können weder fliegen noch springen. Eine Ansteckungsgefahr, d.h. ein Wechsel des Wirtes, erfolgt am ehesten durch direkten Körperkontakt von Kopf-zu-Kopf. Eine Übertragung durch Mützen oder Haarbürsten ist möglich, aber eher selten, da die Läuse ungern ihren warmen und nährstoffreichen Platz auf der Kopfhaut dagegen austauschen und nach wenigen Stunden ohne menschlichen Wirt schon geschwächt sind und bald absterben.
  • Deshalb ist es auch NICHT notwendig alle Kuscheltiere, Puppen und Co in Quarantäne zu stecken. Ebenso das tägliche Waschen von Bettwäsche, Handtüchern und Klamotten. Spart Euch und Euren Kindern diesen zusätzlichen Stress! Sinnvoll kann es sein, unmittelbar nach der Behandlung mit einem Läusemittel die getragene Kleidung, Handtücher und Bettwäsche zu wechseln, darüber hinaus besteht aber keine Waschmaschinen-Pflicht. Wer ganz sicher gehen will, kann Mützen, Schals und Kuscheltiere für 3 Tage in einen verschlossenen Plastikbeutel packen- dann sind sicher alle Läuse k.o.
  • Bürsten und Kämme müssen jedoch, vor allem wenn sie von mehreren Personen benutzt werden, während der Befallszeit täglich mit heißem Seifenwasser gereinigt werden.

Wie erkenne ich einen Kopflaus-Befall?

  • Bei unklarem Juckreiz auf dem Kopf sollte mal an einen Läusebefall gedacht werden. Allerdings juckt es so manchen von uns schon, wenn er das L-Wort nur hört…und häufig tritt auch eine Ansteckung ohne Juckreiz auf.
  • Gut erkennbar sind die kleinen Tierchen, wenn die Haare sorgfältig mit einemfeinen Nissenkamm durchgekämmt werden. Vor allem die befruchteten Weibchen sitzen in den Haarlängen und -spitzen, um bei nächster Gelegenheit zur Eiablage auf einen neuen Wirt zu krabbeln. Bei dickem und lockigem Haar ist es hilfreich eine Pflegespülung aufzutragen (nicht auswaschen)- diese macht die Haare gut kämmbar und hindert darüber hinaus die Läuse am wegkrabbeln. Dabei werden die meisten Läuse und Nissen schon am Kamm hängen bleiben und können an einem Haushaltspapier abgestrichen werden. Ein weißes Handtuch über den Schultern fängt herausfallende Läuse und Nissen auf und lässt sie so erkennen.
  • Die leicht bräunlichen Läuseeier kleben bevorzugt hinter den Ohren und am Haaransatz im Nacken. Sie lassen sich, genau wie die schuppenartigen leeren Eihüllen (Nissen) nur schwer von den Haaren lösen.
  • Frisch geschlüpfte Läusebabys (Nymphen) sitzen noch dicht an der Kopfhaut, wo sie gut geschützt und mit Nahrung versorgt heranwachsen können.

Was mache ich bei Läusebefall?

Als allererstes gilt es, Kindergarten, Schule, Freunde, Vereinskollegen und Verwandte zu informieren. Danach sollten Geschwisterkinder und Eltern nach einem Läusebefall untersucht werden. Wer sich angesteckt hat, muss nun mit einem geeigneten Mittel behandelt werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Methoden die Krabbeltierchen zu beseitigen. Einige Arzneimittel wirken neurotoxisch  auf Läuse und Nymphen, sie führen zu (Atem)Lähmungen und dem Tod. Medizinprodukte gegen Läusebefall wirken physikalisch, indem die darin enthaltenen Stoffe (z.B. Silikonöle, pflanzlicher Neem-Extrakt) die Atemöffnungen der Tierchen verstopfen und so zum Ersticken führen.

Lasst Euch bei der  Auswahl des geeigneten Mittels und der richtigen Anwendung unbedingt von Eurem Kinderarzt oder Eurer Apotheke beraten!

Grundsätzlich muss in jedem Fall und unbedingt nach 8-10 Tagen eine Wiederholungsbehandlung stattfinden, um auch die Larven zu erwischen, die nach der ersten Behandlung noch geschlüpft und mittlerweile auf dem Weg ins fruchtbare Läuse-Erwachsenenleben sind. Manche Präparate wirken laut Herstellerangaben auf alle Entwicklungsstadien der Läuse und ihre Eier. Trotzdem können in manchen Fällen oder bei nicht ganz korrekter Anwendung  (zu wenig Mittel, ungleichmäßige Verteilung, Verdünnung durch zu nasses Haar, zu kurze Einwirkzeit) überlebensfähige Eier auf der Kopfhaut bleiben

Neben dem Abtöten der Läuse und Larven ist das manuelle Entfernen mit Hilfe eines Nissenkammes wichtig für den Erfolg. Optimalerweise alle 4 Tage (also an Tag 1, 5, 9 und 13) wird in die feuchten Haare eine Pflegespülung aufgetragen und anschließend Strähne für Strähne mit dem feinen Kamm ausgekämmt. Damit können frisch geschlüpfte Larven sowie Nissen entfernt und an einem Haushaltspapier abgestrichen werden.

Nach der ersten sachgerechten Behandlung mit einem zugelassenen Läusemittel in Kombination mit nassem Auskämmen darf ein Kind am nächsten Tag wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen. Viele Einrichtungen möchten als Nachweis eine Bestätigung der Eltern oder des Kinderarztes, dass eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel gegen Kopfläuse durchgeführt wurde. In manchen Einrichtungen muss jedoch auch die zweite Behandlung abgewartet werden. Diese ist immer zwingend notwendig und darf nicht versäumt werden!

Kann ich mein Kind und mich vor Läusen schützen?

Theoretisch kann jeder als Nahrungsquelle von den Läusen auserwählt werden. Wir können es den kleinen Krabblern aber sicher erschweren oder ihnen unseren Kopf weniger schmackhaft machen.

Grundsätzlich gilt bei Läuse-Alarm: so wenig direkten Kopfkontakt wie möglich. Im Alltag und in der Prophylaxe ist das aber leichter gesagt als getan. Wer will schon sein Kind zum hysterischen Außenseiter machen und ihm alles kuscheln, knuffen, rangeln und tuscheln mit den Spielkameraden verbieten?

Vorbeugend gegen Läusebefall haben sich Zubereitungen mit ätherischen Ölen schon lange bewährt.  Viele Eltern berichten, dass Ihre Kinder mit Hilfe von Lavendel, Teebaum, Eukalyptus und Co erfolgreich verschont geblieben sind. Was für uns oftmals betörend und einfach nur gut duftet, mögen die kleinen Parasiten gar nicht riechen und bleiben deshalb auf Abstand. Vor dem Kindergarten-und Schulbesuch kann ein duftendes Hydrolat (z.B. Teebaumhydrolat, Lavendelhydrolat, Rose-Teebaum-Hydrolat) fein verteilt in das Haar eingesprüht und durch anschließendes Kämmen verteilt werden. Dabei dürfen vor allem die Partien hinter den Ohren und im Nacken nicht vernachlässigt werden.